Haarwild, Damwild, Federwild: Wer den Jagdschein besitzt, weiß um die Feinheiten der Waldbewohner Bescheid. In Sachen Zubereitung wird es weniger kompliziert. 

Das Eigenaroma steht im Mittelpunkt, egal ob es um eine Wildschwein-Keule, Hirschschinken oder Schnepfendreck geht. Das verbindet das weitgehend fettlose Wildbret auch mit dem zweiten kulinarischen Herbstregenten, dem weitaus opu­lenter „unterspickten“ Gänsefleisch. 

Werbung
BrauBeviale 2026: Spannende Getränke, neue Gäste und smarter Ausschank
Jedes zwölfte in Europa konsumierte Bier ist inzwischen alkoholfrei. Seit 2020 ist der Absatz um mehr als 38 Prozent gestiegen. Allein 2025 legte das Segment um 5,9 Prozent zu. Für die Gastronomie eröffnet die Beliebtheit alkoholfreier Getränke die Möglichkeit, das Sortiment zu erweitern und neue Konsumanlässe zu schaffen. Welche Produkte dafür infrage kommen und welche Technik den Ausschank erleichtert, zeigt die BrauBeviale vom 10. bis 12. November 2026 in Nürnberg.

Der Staubige zum Gansl

Denn auch hier soll der Wein mehr Struktur als ein ausgeprägtes Aroma liefern. Wer sich immer schon wunderte, warum der Staubige zum Martini-Gansl aufgetischt wird, aber ein reifer Rotwein nicht minder gut passt, findet hier die Lösung. Es geht darum, unterstützend mit Säure, aber auch mit mürben Tanninen – im Falle reifer Roter – die Eigenaromen zu unterstützen. Klassischerweise kann ein Burgunder hier die Antwort sein, wenn es glasweise zu beidem passen soll, dem Wild und dem Gänsebraten. Die leichten Beerentöne und die Würze eines St. Laurents oder Pinot Noirs haben zusammen mit der sanfteren Art dieser Rebsorten-Familie einen Startvorteil.

Dass Zwetschken ebenso wie Preiselbeere zu gebratenem (Wild-)Geflügel passen, gibt einen Hinweis auf eine andere Traube, die sich anbietet. Zweigelt kann in der Jugend ebenso wie mit seiner ruhigeren Reife locker die Rolle einer Sauce Cumberland, nur eben im Glas, geben. Es hat Tradition, dass sich das Kost-Quartett der ÖGZ den Weinen zu herbstlichen Klassikern widmet.

ÖGZ-Sieger 2021 der Kategorie „Wild- & Gansl-Weine“

Keringer: Großes Zweigelt-Kino mit „Goldener“

Lenz Moser: „ÖGZ-Gold“ für idealen Begleiter

Migsich: Mit Finesse à la Pinot Noir zu Gold