Mitten in der Bräunerstraße, nur wenige Schritte vom Graben entfernt, hat Cocore seinen zweiten Wiener Standort eröffnet. Hinter dem Konzept steht das Ehepaar Giuliana Migliaccio und Emiliano Esposito, Landwirte in zweiter Generation in Bacoli, Kampanien und Gastronomen: Was am eigenen Hof wächst, produziert oder verarbeitet wird, kommt in Wien auf den Teller.

Olivenöl aus eigener Pressung, Büffelmozzarella aus der hauseigenen Käserei, Salami vom schwarzen Schwein aus eigener Zucht; das Konzept setzt stark auf vertikale Wertschöpfung. Ergänzt wird das Sortiment durch ausgewählte regionale Partner wie die Wiener Fleischerei Gissinger. Die Philosophie der „kurzen Wege“ soll damit Bestandteil des Angebots sein.

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Pizza als Handwerk

Im Zentrum steht die Pizza. Emiliano Esposito, der sein Handwerk im Strandrestaurant seines Vaters in Monte di Procida erlernte, betreibt im neuen Lokal ein „Pizza Lab“. Neben Klassikern finden sich dort auch experimentellere Varianten wie eine Kurkuma-Pizza („Pizza gialla in crosta“), eine Version mit Gelbflossen-Thunfisch oder eine mit Steinpilzcreme und weißem Trüffel.

Bei den Tomaten wird differenziert gearbeitet: San Marzano für klassische Varianten wie Margherita oder Marinara, Corbarino für eigenständige Interpretationen oder die rote Cannellino flegreo aus den Phlegräischen Feldern, der Heimat der Familie. Ergänzt wird das Angebot durch eine Reihe weißer Pizzen ohne Tomatensauce.

Cocore versteht sich als authentisches neapolitanisches Ristorante. Neben dem neuen Standort in der Bräunerstraße betreibt die Familie bereits ein Lokal in der Berggasse im 9. Bezirk. © Robin Consult / Lepsi

Pasta von Hand gezogen

Auch die Pasta wird im Cocore selbst hergestellt. Von Spaghetti aglio, olio e peperoncino über Gnocchi alla Sorrentina bis zu Tortelli al Tartufo oder Ravioli mit Steinpilzen reicht die Karte. Der Teig wird frisch gezogen, viele Zutaten stammen aus Kampanien. Bei Fleisch- und Fischgerichten setzt man ebenfalls auf klare Herkunft: eigenes Fleisch aus der Zucht der Familie sowie Meeresfrüchte-Klassiker wie gegrillter Oktopus oder Garnelen und Calamari vom Grill.

Ungewöhnlich breit ist das Dessertangebot. Cannoli Siciliani, Sfogliatelle, Delizia al Limone, glutenfreie Torta Caprese oder Pastiera Napoletana sollen die neapolitanische Pasticceria-Tradition nach Wien bringen. Auch vegane Optionen stehen auf der Karte, täglich im Lokal gebacken. Die Weinkarte setzt auf italienische Klassiker wie Roero Arneis, Brunello di Montalcino oder Amarone, ergänzt durch Naturwein-Produzenten. Beim Bier kombiniert man internationale Marken mit österreichischen Bio-Optionen. Digestifs reichen vom hausgemachten Limoncello bis zu klassischen Amari.