Im Rahmen des Finales im DoubleTree by Hilton Vienna wurde Stefan Klettner zum „Besten Sommelier Österreichs“ gekürt. Der gebürtige Salzburger ist als Head Sommelier und Restaurant Manager in der „Griggeler Stube“ des Burg Vital Resorts in Vorarlberg tätig. Er setzte sich in einem anspruchsvollen Wettbewerb gegen Christoph Messerig, Assistant Head Sommelier im Döllerer Stammhaus in Golling, sowie Anna Astrid Berger, Assistant Sommelière im Restaurant Pfefferschiff in Salzburg, durch.
„Es war ein schönes Gefühl, das, was man jeden Tag im Restaurant macht, auf einer öffentlichen Bühne sichtbar zu machen“, sagt Stefan Klettner, Head Sommelier und Restaurant Manager in der Griggeler Stube des Burg Vital Resorts in Vorarlberg.
Klettner kann auf internationale Stationen in der Spitzengastronomie verweisen, darunter Restaurants in Deutschland, Dänemark und Schweden. Zudem nahm er an Sommelier-Wettbewerben in mehreren europäischen Ländern sowie in Asien teil. Mit dem Titel setzt er nach eigenen Angaben einen weiteren Meilenstein in seiner Laufbahn.
Komplexe Aufgaben unter Zeitdruck
Das Finale stellte hohe Anforderungen an die Teilnehmenden. Neben fundiertem Wissen über Wein und Getränke standen insbesondere Servicequalität, Kommunikationsfähigkeit und Zeitmanagement im Fokus. Die Wettbewerbssprache war Englisch.
Zu den praktischen Aufgaben gehörte unter anderem das fachgerechte Servieren einer Magnumflasche Opus Eximium des Weinguts Gesellmann unter erschwerten Bedingungen. Dabei mussten die Kandidat*innen sowohl auf die korrekte Handhabung als auch auf unerwartete Gästewünsche reagieren. In einer weiteren Aufgabe war Champagner zu servieren, während gleichzeitig spontane Änderungen der Bestellungen berücksichtigt werden mussten.
Blindverkostung und Produktexpertise
Ein weiterer Teil des Wettbewerbs bestand aus einer Blindverkostung von Rotweinen aus Burgund und dem Beaujolais. Die Kandidat*innen mussten die Weine identifizieren sowie ihre Eignung für den glasweisen Ausschank beurteilen und begründen.
Zusätzlich wurden Kenntnisse im Bereich Süßwein geprüft. Hier galt es, mehrere Produkte nach Herkunft, Herstellungsart und Rebsorte zuzuordnen. Die Aufgaben orientierten sich laut Veranstalter an internationalen Standards.
Internationale Jury bewertet Leistungen
Die Bewertung erfolgte durch eine internationale Jury mit Sommeliers aus Lettland und Litauen. Den Vorsitz hatte Janis Kalkis, Präsident der Sommeliervereinigung Lettlands. Als Conférencier fungierte der amtierende Sommelier-Weltmeister Raimonds Tomsons. Die Sommelier Union Austria als Veranstalter übertrug die Durchführung des Wettbewerbs vollständig an das internationale Gremium. Wie die Organisation mitteilt, soll damit ein Beitrag zur weiteren Professionalisierung und internationalen Vergleichbarkeit des Wettbewerbs geleistet werden.