Wenn SchülerInnen ein Pop-up-Dinner auf Profi-Niveau stemmen
TourismusschülerInnen der Bergheidengasse setzten mit ihrem ersten externen Pop-up-Dinner in der Wiener Eventlocation M 12 ein starkes Zeichen. Das Motto: „Dinner in Space“.
Was passiert, wenn man jungen Menschen Verantwortung gibt, echte Verantwortung? Am 13. Jänner lieferten 36 Tourismusschülerinnen und -schüler der HLTW Bergheidengasse in Wien darauf eine überzeugende Antwort. Mit dem ersten externen Pop-up-Dinner ihrer Schule verwandelten sie die Eventlocation M 12 in eine galaktische Bühne für Genuss, Organisation und Teamarbeit. Das Motto: „Dinner in Space“. Die Umsetzung: bemerkenswert professionell.
Zwei Klassen, ein Projekt und fast kein Sicherheitsnetz
Beteiligt waren zwei dritte Jahrgänge, 3 HTA und 3 HTB, insgesamt 36 SchülerInnen. Gemeinsam entwickelten sie ein komplettes Dinner-Event, das sich nicht hinter professionellen Pop-up-Konzepten verstecken musste. Vom galaktisch inszenierten Menü über Kalkulation und Einkauf bis hin zu Serviceabläufen, Gästemanagement und Nachbereitung lag alles in Schülerhand. Unterstützt wurden sie von Coaches, die beratend zur Seite standen; eingegriffen wurde jedoch nur dort, wo es nötig war. Entscheidungen, Verantwortung und Umsetzung blieben bewusst bei den Jugendlichen.

Galaktisches Menü mit klarer Linie
Kulinarisch orientierte sich der Abend an einer spielerischen, aber präzisen Dramaturgie, inspiriert von Raumfahrt, Science-Fiction und der „Raumschiff-Enterprise“-Ästhetik.
Das Menü:
Mondlandung
Burrata | Tomaten | Rucola | Mango
Ried Bergheiden Gemischter Satz, trocken
Spaghettisierung
Sepia Pasta | Kabeljau | Wasabischaum
Ried Bergheiden Gemischter Satz, trocken
Raumschiff „Ente“prise
Ente | Zwetschge | Kartoffelwaffel | Pastinakencreme
Hirtl One in Red Cuvée, trocken
Rubra Nova
Maroni | Kirsche | Schokolade
Burmeister Tawny Port
Das Menü war ambitioniert, aber realistisch kalkuliert, ein wichtiger Punkt, der im Unterricht oft theoretisch bleibt, hier jedoch praktisch spürbar wurde.

118 Gäste – und ein echter Ernstfall
Auf der Gästeliste: 118 Personen. Eltern, Sponsoren, Freunde , also kein wohlwollendes Testpublikum, sondern Menschen mit Erwartungen. Für die SchülerInnen bedeutete das: kein Übungssetting, sondern ein realer Abend mit echtem Zeitdruck, echten Fehlerquellen und echten Rückmeldungen.
Service, Küche und Organisation liefen dabei bemerkenswert ruhig und strukturiert. Dass nicht alles perfekt war, gehört zur Wahrheit, entscheidend war jedoch, dass Probleme erkannt, gelöst und intern aufgefangen wurden. Genau dort beginnt professionelle Ausbildung!
Warum dieses Projekt mehr ist als ein Schulabend
Das Pop-up-Dinner zeigt exemplarisch, wie zeitgemäße Tourismusausbildung aussehen kann: projektbasiert, realitätsnah, fordernd. Die SchülerInnen lernten dabei Zusammenarbeit, Kommunikation, wirtschaftliches Denken und Verantwortung. Gerade in unserer Branche, die händeringend nach gut ausgebildetem Nachwuchs sucht, sind solche Formate mehr als Imagepflege. Sie sind Investition in Qualität.




