Der hatte erst Ende September auf LinkedIn, dem weltweit größten sozialen Netzwerk für berufliche Kontakte, über das 150-Mio.-Euro-Investment gesprochen, das nun Realität geworden ist: das „Falkensteiner Resort Lake Garda“ in Salò am Westufer des Gardasees. Es wurde vor Kurzem offiziell eröffnet. Otmar Michaeler: „Es war ein Moment, auf den viele Menschen lange hingearbeitet haben und der für Erich Falkensteiner (Mi.), Andreas Falkensteiner (r.) und mich ganz besonders war.“

Das Vorhaben in Salò zeigt, „was entstehen kann, wenn man langfristig denkt, Kompetenzen bündelt und gemeinsam den Mut hat, große Ideen umzusetzen“, meinte Otmar Michaeler. Was zwangsläufig die Frage aufwarf, welche Projekte bei der FMTG bzw. Falkensteiner noch anstehen.

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Doch vorerst zum „Falkensteiner Resort Lake Garda“: Dort wurde auf dem ehemaligen Mineralwasser-Areal von „Tavina“ von der FMTG ein Resort entwickelt, das nach Fertigstellung 85 Zimmer und Suiten sowie 174 Apartments umfassen wird. Dazu kommen ein 5.500 m² großer Acquapura SPA, die 1.500 m² große Kinder- und Erlebniswelt „Falkyland“, verschiedene Gastronomiekonzepte und das weltweit erste „House of Negroni“, eine exklusive Cocktailbar auf dem Dach des neuen Falkensteiner Resorts.

Kräftige Expansion der Resorts

Nun zu den wichtigsten Projekten der Zukunft. Denn die FMTG verfolgt eine umfangreiche Expansionsstrategie. Die Gruppe will eine Investitionspipeline von rund 400 Mio. Euro bis 2030 realisieren. Rund 200 Mio. Euro sind bereits konkreten Projekten zugeordnet, wie dem 125 Zimmer und Suiten umfassenden Familien- und Sportresort „Falkensteiner Family Resort Sicily“ in Licata auf Sizilien (Eröffnung im Frühjahr 2027), dem bis zum kommenden Sommer geplanten Umbau des Hotels „Das Sonnreich“ in Loipersdorf in der Steiermark zum 4-Sterne-Superior-Familienhotel „Falkensteiner Hotel Loipersdorf“ oder dem „Falkensteiner Hotel Saalbach-Hinterglemm“, das mit 126 Zimmern und Suiten, Wellness sowie einem MICE-Bereich für 300 Personen im Winter 2027/28 eröffnen wird.

In dieser Tonart geht es weiter. So wird 2028 an der deutschen Ostsee das „Falkensteiner Family Hotel Grömitz“ eröffnen (es wird 106 Zimmer und Suiten sowie 26 Ferienapartments umfassen). An der italienischen Adriaküste ist das „Falkensteiner Hotel Cesenatico“ geplant (für dieses 150 Zimmer und Suiten sowie Ferienapartments umfassende Resort gibt es allerdings noch keinen verbindlichen Termin). Für das eingangs erwähnte „Falkensteiner Resort Lake Garda“ in Salò soll die zweite Bauphase bis Sommer 2027 abgeschlossen sein (insgesamt 85 Zimmer und Suiten sowie 174 Apartments).

Ausbau des Campings und der Ferienimmobilien

Auch im Campinggeschäft der FMTG gibt es eine Expansion, denn Falkensteiner baut gleichzeitig das Geschäft mit hochwertigen Campinganlagen aus. So soll bis 2028 das derzeit geschlossene „Falkensteiner Camping Hafnersee“ in Kärnten mit rund 300 Einheiten, darunter 100 Mobile Homes, neu eröffnet werden. Hinzu kommen ein Strandbad, Wellnessbereiche, Sportanlagen und Gastronomie.

In Kroatien entsteht auf der Insel Krk die Premium-Campinganlage „Falkensteiner Camping Pila“. Sie wird rund 430 Einheiten bieten, darunter 100 Mobile Homes. Zur Ausstattung gehören eine Poollandschaft, ein Kinderwasserpark und Wellnessangebote. Die Eröffnung ist für 2027 vorgesehen.

Ein weiterer strategischer Schwerpunkt sind die sogenannten „Branded Residences“. Dabei handelt es sich um hochwertige Ferienapartments, die verkauft werden, deren Eigentümer aber Dienstleistungen benachbarter Hotels nutzen können.

Zwei Projekte ragen diesbezüglich besonders hervor: die „Aurora Residences“ in Punta Skala bei Zadar (dabei handelt es sich um 88 Apartments und fünf Villen, die mit dem bestehenden Falkensteiner Resort verbunden sind) sowie die „Lake Garda Residences“ in Salò. Sie sind Teil des rund 150 Mio. Euro teuren, eingangs erwähnten Resortprojekts am Gardasee.

Die Falkensteiner-Gruppe verfolgt damit mehrere Ziele: zum einen das Wachstum im gehobenen Segment mit Konzentration auf 4-Sterne-Superior- und 5-Sterne-Hotels, zum anderen die stärkere Präsenz in Italien, den Ausbau des Familiensegments, die Diversifizierung in Bereiche wie Camping, Ferienimmobilien und Thermen sowie die Realisierung neuer Finanzierungsmodelle durch strategische Investoren, Joint Ventures und Crowdinvesting über „FMTG Invest“, über das bereits vor rund eineinhalb Jahren mehr als 102 Mio. Euro mobilisiert worden waren.

Es geht nicht um möglichst viele neue Standorte

Für Otmar Michaeler ist klar: „Wachstum bedeutet für uns nicht, möglichst viele neue Standorte zu eröffnen. Es bedeutet, die richtigen Orte zu finden, langfristig zu denken und gemeinsam mit starken Partnern etwas zu schaffen, das genau dorthin passt.“ Die Projekte, die bis 2030 realisiert werden sollen, weisen in diese Richtung.