Gert Weihsmann wagt sich unter die Krimi-Autoren.
Für alle, die neugierig auf die wenig verklausulierte Sicht des Insiders ist: „Ischgler Schnee“ ist im Gmeiner Verlag erschienen und kostet 16 Euro.

Die heimische Bar-Szene kannte Gert Weihsmann bislang als einen der kenntnisreichsten Spirituosen-Vertreter. 

Der Außendienstler für Premium-Produkte von Pernod-Ricard beweist das auch in seinem ersten Buch: Der „Kensington Sour“ fließt beim ermittelnden Beamten nicht nur in Strömen, er wird auch schulmäßig zubereitet. Getrunken wird generell viel in einer schonungslosen Schilderung des Publikums beim Aprés Ski. „Es geht darum, was Ischgl gewesen ist“, schildert Weihsmann einen alpinen „Unterhaltungsplanet, in dem es um Superlative und Ich-Maschinen geht“. Gestört wird das Räderwerk des Tourismus von einem irren Serienmörder, dem es scheinbar zu laut ist im Paznauntal. Kenner werden mit Trofana, Lucy Wang oder dem Pacha gleich einige Fixpunkte Ischgls im Buch finden.

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Explizite Sprache

Filmische Elemente und eine komplexe Anlage widmen sich aber vor allem unterschiedlichen Gästen und Mitarbeitern. „Auf den vielen Parties sah und hörte ich einiges, was man nicht sehen sollte“, so der Neo-Autor bei der Buchvorstellung in der „Loos Bar“. Der Krimi scheut explizite Sprache nicht, er ist aber vor allem kein Corona-Buch. Denn die erste Idee hatte der 60-Jährige, der selbst von 2006-2011 die Gastronomie im Skiort betreut hatte, bereits vor vier Jahren. Aus der ersten 700 Seiten-Fassung wurde im „Lockdown“ dann eine knapp halb so lange Buchversion.