In der Wiener Gastronomie ist Ammersin eine große Nummer: Für die Brau Union erschließen sich damit neue Möglichkeiten.

An der Geschäftspolitik beider Unternehmen soll sich angeblich nichts ändern und 70 Prozent des Getränkegroßhändlers Ammersin wandern zur Brau Union Holding: Das sind die ersten Fakten, die heute via Aussendung bekannt wurden. Demnach übernimmt die Holdinggesellschaft Brau Union AG die Mehrheit am Familienunternehmen (etwa 100 Mitarbeiter) mit Hauptsitz in Brunn am Gebirge bei Wien. Ausstehend ist noch das OK der Wettbewerbsbehörde. 

Ammersin soll angeblich weiterhin getrennt von der Brau Union Österreich als Getränkegroßhändler selbstständig am Markt agieren und auch durch die bestehende Ammersin–Geschäftsleitung weitergeführt werden. Zusätzlich zur bestehenden Geschäftsführung soll ein weiteres Mitglied der Geschäftsführung (von der Brau Union) gestellt werden. In der Aussendung wird weiters betont, dass es zu keiner Veränderung in der Geschäftspolitik der Brau Union Österreich und der Rudolf Ammersin GesmbH kommen soll. Die Brau Union Österreich „wird auch weiterhin mit allen Getränkehändlern am Markt partnerschaftlich und eng zusammenarbeiten“.

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Skepsis in sozialen Medien

In ersten Reaktionen zeigen sich Marktbeobachter skeptisch. So ist auf Facebook etwa von „Marktkonzentration“ und „Bärendienst an der Craft Bier Szene“ oder „gutem Geschäftssinn im Hause Ammersin“ zu lesen. Es bleibt zunächst abzuwarten, ob die Wettbewerbsbehörde zustimmt. Für die Erschließung des für die Brau Union schwierigen Wiener (Gastro-)Marktes ist dieser Deal allerdings einer, der nicht unsexy ist.