Das könnte für einige Schanigärten buchstäblich knapp werden. „Das ist eine Katastrophe und bedeutet das Aus für Hunderte Schanigärten“, meint Peter Dobcak, Obmann der Gastronomie in der Wiener Wirtschaftskammer. Und die Wiener FPÖ warnt vor einem massenhaften Wirtesterben. Dietmar Schwingenschrot von der blauen Wirtschaft wettert: „Nach dem Rauchverbot ist das der nächste Schlag. Will man die Wiener Gastronomie zugrunde richten?“

Dobcak fordert einen runden Tisch. Den will Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) im Herbst einrichten. Er sagt aber jetzt schon: „Der öffentliche Raum ist ein wertvolles, begrenztes Gut. Dabei muss auf die Interessen der Bürger, der Bezirke, der Wirtschaft und des Tourismus Rücksicht genommen werden.“ Zudem müsse die Stadt die Möglichkeit haben, gestaltend einzugreifen.

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Parkende Autos werden besser behandelt

Ganz so böswillig, wie es manche jetzt darstellen wollen, geht die Stadt Wien nun auch nicht mit ihren Gastronomen um. Obwohl natürlich der Paragraphendschungel kräftig gedüngt wird. Es ist noch nicht lange her, dass man die Gastgartensaison bis in den Winter verlängert hat (bei gleichzeitiger Erhöhung der Gebühren). Davon haben viele Gastronomen profitiert. Damit lässt sich auch das Rauchverbot etwas besser regeln. Viele Gemeinden, zum Beispiel Mödling, denken deshalb ebenfalls über eine Saisonverlängerung bei den Gastgärten nach.

Spielraum für Ausnahmen

Wenn man halt genügend Platz für den Schanigarten vor seinem Lokal findet. Denn nicht jeder Gehsteig ist von sich aus zwei Meter breit. Will jetzt die Stadt Wien ihre Gehsteige umbauen? Parkende Autos stellen bei Platzknappheit kein Problem im öffentlichen Raum dar? Es wäre nicht nur aus Sicht der Gastronomen und gerade des Tourismus wirklich schade um jeden verlorenen Schanigarten. Und Letzterer liegt Stadtrat Hanke ja am Herzen. Wir sind uns sicher: In der Diskussion gibt es noch Spielraum für Ausnahmen!