30 Jahre Interalpen-Hotel Tyrol

Jubiläum
22.12.2015

 
Nicht jedes Hotel kann sich rund um das 30-jährige Jubiläum Staatsgäste und Wirtschaftseliten einladen. Das Interalpen-Hotel Tyrol schon, in gewisser Weise
Hoteldirektor Karl Brüggemann ist mit der Auslastung zufrieden...
Hoteldirektor Karl Brüggemann ist mit der Auslastung zufrieden...
...Dafür sorgt auch das neue Wiener Café...
...Dafür sorgt auch das neue Wiener Café...
...und der ebenfalls neue Salon Bellevue.
...und der ebenfalls neue Salon Bellevue.

Das Interalpen-Hotel Tyrol liegt etwas versteckt zwischen den Wäldern auf einem sonnigen Hochplateau zwischen Telfs und Seefeld in Tirol. Die außergewöhnliche Panoramalage dürfte auch den 1993 verstorbenen deutschen Industriellen Hans Liebherr veranlasst haben, genau auf diesem Flecken Erde, nahe den Liebherr-Werken Telfs gelegen, ein Hotel zu errichten. Das Ansinnen damals war: Es sollte ein Luxushotel an einem herausragenden Ort und das schönste Hotel Tirols werden. 1985 wurde das Interalpen-Hotel Tyrol eröffnet und war damals sicherlich ein großer Wurf. Heute würde man das Ganze wohl etwas redimensionierter angehen, aber es waren eben die 1980er-Jahre. 

Kleinstes Zimmer: 45 m2

Ansonsten aber betreibt das Luxushotel, dessen kleinstes Zimmer 45 Quadratmeter groß ist, Understatement. Man hört und liest zumindest in der (Tiroler) Öffentlichkeit wenig über das Hotel. Das kann aber auch durchaus gewünscht sein und an der zahlungskräftigen Klientel liegen. 2015 jedenfalls ließ sich der mediale Rummel nicht vermeiden. 

Gleich zweifach stand das „Leading Hotel of the World“ im Rampenlicht. Einmal feierte das Fünf-Sterne-Superior-Hotel das 30-Jahr-Jubiläum, und zum anderen erlebte das Hotel, wie es Hoteldirektor Karl Brüggemann ausdrückt, in den letzten Monaten „absolute Veranstaltungs-Highlights“, die da waren: G7-Gipfel, Bilderberg-Konferenz und die Feierlichkeiten anlässlich des 30ers inklusive Auftritt von Supertramp-Frontmann Roger Hodgson. 

Medialer Rummel

Wobei, bei Großveranstaltungen wie G7-Gipfel (im Juni 2015 auf Schloss Elmau in Bayern) und Bilderberg-Treffen (Juni 2015 im Interalpen-Hotel Tyrol) ist der Begriff „medialer Rummel“ dehnbar. Man kennt das ja: Wenn sich Staatsmächte und Wirtschaftseliten treffen und in Luxushotels übernachten, gilt höchster Polizeischutz und großräumige hermetische Abriegelung auch für Medien. Doch genau solche Umstände sind es, die Medien umso mehr anziehen. Der mediale Rummel blieb daher nachhaltig. Googelt man Bilderberg-Treffen 2015, stößt man in nationalen wie internationalen Medien auf Innen- und Außenansichten vom Interalpen-Hotel Tyrol. Der „Kurier“ postete etwa eine Fotoserie davon, in welchem luxuriösen Ambiente es sich die Bilderberger im Interalpen gutgehen ließen. Da wurden Zimmer und Suiten, der Wellnessbereich, das neue Wiener Café, der neue Bellevue-Salon, die neue Smokers Lounge und die neue multifunktionale Eventlocation „Hofburg-Club“ einer breiten Leserschaft präsentiert. Rein aus Sicht der Hotelvermarktung hätte man sich da eine Jubiläumsfeier eigentlich schon sparen können. Doch da gibt es ja auch noch den Gast.

Drei-Generationen-Haus

Und dieser, sagt Hoteldirektor Karl Brüggemann, würde im Interalpen-Hotel Tyrol vor allem den Wellnessbereich (von Relax Guide mit 2 Lilien und 15 Punkten nicht zu üppig bewertet) mit über 5.000 Quadratmeter schätzen. Dazu kommen – und wer das Hotel kennt, weiß, dass das stimmt – die einzigartige Lage in der Natur mit ihren Sport- und Erholungsmöglichkeiten. „Zusätzlich punkten wir auch mit der Großzügigkeit der Räumlichkeiten und unserer von Küchenchef Mario Döring geleiteten ausgezeichneten Küche. Viele Gäste kommen nicht nur seit vielen Jahren, sondern bringen auch ihre Kinder und mittlerweile Enkelkinder mit. Wir sind ein echtes Drei-Generationen-Haus“, sagt Brüggemann.

Neben der Positionierung für den Individualgast stellen Tagungen und Incentives einen wichtigen Umsatzbringer dar. Vom Ambiente her verlässt sich das 554-Betten-Hotel auf das gediegen-klassische Erscheinungsbild, das über die Jahre immer wieder, unter Beibehaltung der Identität des Hauses, behutsam modernisiert wurde. „In Zeiten der Internationalisierung ist ein klarer Trend zu Regionalität und Authentizität zu erkennen. Hier trifft das Interalpen-Hotel Tyrol mit seinem alpinen Einrichtungsstil genau die Bedürfnisse vieler Reisender“, betont Brüggemann.

In Zahlen drückt sich das so aus: Die Performance des Hotels hat sich über die Jahre stetig gefestigt. „Wir erwarten in diesem Jahr, trotz der jährlichen Schließphasen im April und November, mit rund 100.000 Nächtigungen und einem Gesamtumsatz von ca. 25 Mio. Euro abzuschließen“, so Brüggemann. Die Gäste kommen in erster Linie aus dem DACH-Raum sowie Benelux, Italien, USA, VAE und Russland. Das Buchungsverhalten der Gäste beschreibt Direktor Brüggemann als „immer noch kurzfristiger und spontaner“, weiters sei eine Tendenz zu kürzeren, dafür aber häufigeren Aufenthalten und zur Onlinebuchung festzustellen.