So soll der Kaiserhof in Annenheim aussehen

Hotel
26.07.2022

Der Kaiserhof in Annenheim soll das Nordwestufer des Ossiacher Sees wiederbeleben. Jetzt steht einem Bau nichts mehr im Wege – außer die exorbitant gestiegenen Baukosten. Das Projekt wird jedenfalls umgesetzt, der Baustart steht aber noch nicht fest.
So soll der Gesamtkomplex aussehen.

Von der Mitte der Ossiacher Sees bietet sich ein herrlicher Blick auf den Ort Annenheim und über die Kanzelbahn rauf auf die Gerlitzen Alpe. Das Wasser bricht gegen das kleine Motorboot, in dem Hotelinvestor Christian Hofer sitzt und der ÖGZ sein Hotelprojekt von der Ferne zeigt. Dort, wo bis vor kurzem noch der Aichelberghof stand, soll ein Leitbetrieb der Region aufgezogen werden. Ein echtes Leuchtturmprojekt, wie es der ehemalige ÖHT-Generaldirektor Wolfgang Kleemann und TVB-Chef Georg Overs nennen.

Sowohl die ÖHT als auch der Tourismusverband Villach-Ossiacher See-Faaker See spielten bei der Planung und Konzeptionierung eine unterstützende Rolle. Hofers Unternehmen, die Tertius Beteiligungsgesellschaft, übernahm 2016 den baufälligen Aichelberghof. Mit dem Kaiserhof in Kitzbühel und dem gleichnamigen Haus in Wien sind bereits zwei Topbetriebe in der Gruppe. Der logische Plan: Bald soll auch am Ossiacher See ein Kaiserhof stehen (siehe Kasten).

Ein Ortsentwicklungsprojekt

Dass das Projekt mehr als ein Hotelbau ist, liegt allein schon daran, dass das denkmalgeschützte nur wenige Meter entfernten ehemalige Bahnhofsgebäude berücksichtigt wurde, und fortan für eine Bootsanlegestelle verwendet wird. In Annenheim entsteht ein neuer Ortskern. Das Thema Bahn spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit der direkten Anbindung und der unmittelbaren Nähe zur Stadt Villach sollen künftig Gäste öffentlich anreisen und so einen Beitrag zu einem klimafreundlicheren Tourismus leisten. Einen Beitrag für die Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur leistet das Projekt dagegen durch die Errichtung eines öffentlich zugänglichen Übergangsstegs vom See bis zur Bergbahn. Für Hotelgäste entsteht ein unterirdisch übers Haupthaus zugängliches Badehaus.

Die letzten Hürden dafür wurden aus dem Wege geräumt, die Behörden wiesen die Einsprüche einiger Anrainer gegen den eigentlich für Herbst 2021 geplanten Baubeginn erst vor wenigen Wochen ab. Die ursprünglich für 2023 geplante Eröffnung ist freilich nicht zu halten. Aber in Christian Hofers Gesicht ist jetzt dennoch die Zuversicht geschrieben. „Bei solchen Projekten braucht man einen etwas längeren Atem“, sagt er mit einem erleichternden Grinsen im Gesicht.

Und in Zeiten von Lieferengpässen, Materialmangel und explodierenden Energiepreisen ist es auch kein Nachteil, nicht gerade jetzt ein Projekt aufziehen zu müssen, das ursprünglich mit rund 30 Millionen Euro budgetiert war. Darum könne er auch jetzt keinen konkreten Zeitplan bis zur tatsächlichen Eröffnung nennen, sagt Hofer im Gespräch mit der ÖGZ.

Projektübersicht

Projektübersicht

Mit etwa 30 Millionen Euro ist das Projekt Kaiserhof ursprünglich budgetiert gewesen.