Erstes Treffen der Jakobswege

Linz
28.06.2011

Linz. Zum ersten Mal trifft sich heute die Projektleitung "Europäische Jakobswege" in Linz, um sich über die Jakobswege in den verschiedenen Ländern und Regionen auszutauschen und um gemeinsame Aktivitäten zu planen.
Die internationale Projektleitung „Europäische Jakobswege“ zu Gast in Oberösterreich: (v. l. n. r.) Peter Sader (Italien), Anton Wintersteller (Österreich), Joachim Rühl (Deutschland), András Vissi (Ungarn) und deren Vorsitzender, Joe Weber (Schweiz)
Die internationale Projektleitung „Europäische Jakobswege“ zu Gast in Oberösterreich: (v. l. n. r.) Peter Sader (Italien), Anton Wintersteller (Österreich), Joachim Rühl (Deutschland), András Vissi (Ungarn) und deren Vorsitzender, Joe Weber (Schweiz)

Erstmals trifft sich die Projektleitung „Europäische Jakobswege“ in Oberösterreich (Linz). Das transnationale, von Leader gestützte Projekt, umfasst eine Vielzahl regionaler und nationaler Projektgruppen aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, Italien (Südtirol), Polen und Ungarn. Diese Gruppen sind bestrebt das Pilgern auf Jakobswegen in ihren Ländern, aber auch in europäischen Nachbarländern und insbesondere im Osten Europas, nachhaltig zu fördern. Dies geschieht einerseits durch rege Projektarbeit zur Belebung und Positionierung der Jakobswege in den Regionen und Ländern und anderseits durch aktive Mitarbeit in transnationalen Teilprojekten. Damit soll an den europäischen Jakobswegen ein Pilger-Ambiente mit folgenden Eigenschaften geschaffen werden: 

- Die historisch gewachsene Spiritualität bleibt an Jakobswegen erhalten, die Wege bieten Orte der Ruhe und Einkehr und Pilger fühlen sich aufgehoben.
- Die Jakobswege sind Orte europäischer und ökumenischer Begegnung
- Der Sinn und die Bedeutung heutiger Pilgerei wird von einem breiten Bevölkerungskreis verstanden. 
- Den Pilgern werden gut begehbare Wege, möglichst durchgehend vom Osten in den Süden Europas, mit verlässlichen Wegleitungen bereitgestellt, 
- Pilger aus aller Welt werden von Anwohnern am Weg gastfreundlich aufgenommen. Ihnen werden passende Unterkunft, Verpflegung und Betreuung angeboten
- Auf dem gesamten Wegenetz wird Pilgern und insbesondere Pilgergruppen eine qualitativ hochstehende Begleitung angeboten.

Der Verein zur Förderung der Jakobswege in Österreich arbeitet seit 2006 im europäischen Netz mit. Er ist für die neuen Kontakte mit Ungarn und Slowenien zuständig und leistet eine maßgebliche Führungsarbeit in den Teilprojekten Spiritualität und Qualifizierung von Pilgerbegleitern. Die vielen neu-lizenzierten Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter in Österreich, die Publikation „Pilgern in Lebensübergängen“, die Schaffung des grenzüberschreitenden Vorarlberger Jakobswegs von Rankweil ins schweizerische Appenzell und die Eröffnung des Jakobsweges in Oberösterreich im Juli 2009 sind nur einige Beispiele des erfolgreichen Zusammenwirkens im transnationalen Projekt