Laut Theo Sonnleitner, Mitglied der Geschäftsführung von Flightexperts.at, hat der Airline-Consolidator die zurückliegenden Monate genutzt, um seine KI-gestützte (Künstliche Intelligenz) Buchungsplattform um eine Reihe neuer Funktionen zu erweitern. Theo Sonnleitner: „Im Mittelpunkt stehen ein systemübergreifender Warenkorb und der Einzelstreckenvergleich.“ Beide zusammen machen vor allem komplexe Reisen deutlich günstiger und einfacher.
Drei Ansichten, ein Ziel
Nicht jede Anfrage ist gleich. Denn laut Theo Sonnleitner „zählt manchmal nur der Preis, manchmal die Uhrzeit, manchmal die Flexibilität“. Flightexperts.at bietet jetzt diese drei Ansichten in einer Suche:
- „Standard“ ist wichtig, wenn der Preis entscheidet, denn diese Ansicht zeigt die günstigsten Tarife auf einen Blick;
- „Nach Abflugzeit“ – eine Ansicht, die ideal für Geschäftsreisende ist. Dabei werden Roundtrips nach Flugzeiten sortiert und übersichtlich nach Tageszeit gegliedert;
- „Einzelstrecken“, wobei Hin- und Rückflug als getrennte Strecken angezeigt werden. Diese Einzelstrecken sind je nach Belieben kombinierbar, auch über verschiedene Airlines und Buchungssysteme hinweg.
Theo Sonnleitner: „Alle drei Ansichten teilen sich eine neue Filterleiste direkt am Ergebnis.“ Rechts daneben liefert eine „Hinweisspalte“ Empfehlungen, den jeweiligen Einzelstreckenvergleich und passende Tagesrandverbindungen. Beim Einzelstreckenvergleich steht die Ersparnis gleich daneben. Dies beantwortet eine Frage, die Reisebüro-Profis bisher mühsam selbst beantworten mussten.

Theo Sonnleitner: „Flightexperts fragt die Tarife jetzt parallel über alle angeschlossenen Systeme ab.“ Die klassischen GDS (Global Distribution Systems), wie Amadeus und Galileo, sind ebenso enthalten wie NDC-Direktanbindungen (New Distribution Capability) oder Low-Cost-Carrier. Theo Sonnleitner: „Wichtig ist, dass die Ersparnis direkt angezeigt wird.“
Der Warenkorb
Das eigentliche Highlight ist aber, dass Flüge jetzt aus jeder Ansicht mit einem Klick in einen gemeinsamen Warenkorb wandern, „egal aus welchem System sie stammen. Am Ende wird alles in einem Schritt gebucht“, betont Theo Sonnleitner.
Die Vorteile für Reisebüros (Rb) bestehen darin, dass beim „Checkout“ jetzt bis zu acht Buchungen über alle Systeme hinweg erfolgen können, wobei GDS, NDC etc. gemischt werden können. Ebenso wird eine Übersicht über alle Flüge der Reise an einem Ort geboten. Am Ende gibt es ein Angebot für alles (ein PDF-Angebot statt acht einzelner), einen Übertrag in die Rb-Systeme (alle Buchungen kommen dabei gesammelt in die Rb-eigene Midoffice-Software) und eine gesammelte Übersicht in der Buchungsverwaltung (zusammengehörige Buchungen bleiben dadurch als eine Reise sichtbar).
Seine volle Stärke spielt der Warenkorb bei Reisen aus, die in kein Standardformular passen, wie etwa „Round-the-World“ (RTW)-Reisen (anstelle eines teuren RTW-Tarifs werden die günstigsten Einzelstrecken aus allen Systemen kombiniert). Das Einsparpotenzial ist laut Theo Sonnleitner enorm, vor allem bei der Kombination einer Langstrecke mit Inlandsflügen sowie bei Gabelflügen und Multi-City-Routen. „Früher hieß das: drei Systeme, drei Buchungen, drei Angebote und am Ende eine Excel-Liste, um den Überblick zu behalten.“
Der Ausblick
Der nächste Schritt ist bereits in Arbeit. Denn eine neue Direktanbindung an einige der wichtigsten Low-Cost-Carrier ermöglicht Buchungen mit allen Extras. Reisebüros ersparen sich dadurch das Wegklicken von Versicherungen, Mietwagen und Hotelangeboten oder das „Copy-Paste“ zwischen Airline-Website und Buchungssystem. Stattdessen fügt sich die neue Anbindung nahtlos in die bestehenden Abläufe von Flightexperts.at ein. Theo Sonnleitner: „Low-Cost-Flüge waren für Reisebüros bisher oft ein notwendiges Übel. Wir machen daraus eine ganz normale Buchung.“ Mehr darüber demnächst in T.A.I.

