Was sich in den letzten Wochen abgezeichnet hat, ist nun fix: „Es wird die Kurzarbeit weitergeben mit strengerer Prüfung“, sagte Arbeitsminister Martin Kocher am Dienstag in Wien. Damit ist der Vorschlag des Finanz- und Arbeitsministeriums sowie des Arbeitsmarktservice (AMS) im AMS-Verwaltungsrat beschlossene Sache.

 

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Im Verwaltungsrat stimmten die Arbeitnehmervertreter dagegen, obwohl sie grundsätzlich für eine Verlängerung sind. Allerdings mit höherem Einkommensersatz. ÖGB-Sekretärin Ingrid Reischl in einer Aussendung: „Wir sind aber der Meinung, dass 90 Prozent Nettoersatzrate für alle ArbeitnehmerInnen gelten muss.“ Die Beschäftigten hätten in den letzten zwei Jahren „genug zurückgesteckt“.

Gespräche zu den Details laufen derweil noch zwischen Wirtschaftskammer und Gewerkschaft. Eine Vereinbarung soll es in den nächsten Tagen geben.

Für Arbeitsminister Kocher ist die Verlängerung „ein guter Kompromiss zwischen den verschiedenen, unterschiedlichen Interessen“. Kurzarbeitsanträge wurden bisher „mehr oder weniger automatisch angenommen, wenn keine Besonderheiten auftauchen“. Künftig sollen allerdings alle Anträge zur Kurzarbeit streng geprüft werden, und zwar im Hinblick darauf, ob die betreffenden Unternehmen die Voraussetzungen erfüllen.