Was für ein dna-Kongress 2026“, staunte selbst Präsident Mathias Schattleitner über die Rekordteilnahme von über 200 Teilnehmer:innen, mit Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner an der Spitze. Das Teilnehmer:innenfeld war groß besetzt. Unter den geladenen Gästen befanden sich unter anderem auch der Präsident der ÖHV (Österreichische Hotelvereinigung) Walter Veit, die Bundespartenobfrau Tourismus der WKÖ (Wirtschaftskammer Österreich) Susanne Kraus-Winkler sowie die COO (Chief Operating Officer) der Österreich Werbung (ÖW), Sandra Neukart.

Die Destinations-Manager:innen diskutierten dabei mit ihnen, was es braucht, um die österreichische Tourismusstrategie bis 2035 – festgehalten in der Vision T – in den Regionen konkret umzusetzen. Im Fokus standen die regionale Wertschöpfung, Tourismusakzeptanz und neue Formen der Erfolgsmessung. Auch KI (Künstliche Intelligenz), datenbasierte Potenziale, Netzwerke oder Innovation und „Destination Pay“ als Anreizsystem für nachhaltiges Gästeverhalten standen auf der Agenda.

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Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Vision T

Die zentrale Frage lautete aber, wie die Tourismusstrategie „in den österreichischen Tourismusregionen mit Leben erfüllt werden kann“, meinten in ihrem Résumé Mathias Schattleitner und dna-Generalsekretär Christian Schirlbauer. Denn für die Umsetzung der Vision T kommt den Regionen eine Schlüsselrolle zu.

Drei Tage lang wurde diskutiert, hinterfragt, vernetzt und nach vorne gedacht. © LinkedIn

Einen konkreten Schwerpunkt setzt dabei das dna bereits 2027 mit einer Wertschöpfungsstudie auf regionaler Ebene. Mathias Schattleitner: „Sie soll die vielfältigen wirtschaftlichen Effekte des Tourismus in den Regionen sichtbar machen.“ Konkret wird für jede teilnehmende Region ein eigenes Profil erarbeitet, das unter anderem Bruttowertschöpfung, Beschäftigung und Lohnsummen abbildet.

Ein besonderes Highlight des dna-Kongresses bildete das Impulsreferat von André, der viele Denkanstöße weit über den Tourismus hinaus lieferte. Generell bedankte sich Mathias Schattleitner bei allen Speakern sowie dem Operations-Team rund um Generalsekretär Christian Schirlbauer und Operations-Managerin Christina Wieser: „Hinter einem Kongress dieser Größenordnung steckt enorm viel Engagement, Vorbereitung und Teamarbeit.“

Weitere Arbeitsschwerpunkte des dna lagen und liegen auf Tourismusakzeptanz und Lebensraumentwicklung sowie auf neuen Formen der Erfolgsmessung. Dabei soll künftig auch KI stärker zum Einsatz kommen. Ab April 2027 startet zudem laut Christian Schirlbauer eine eigene Nachhaltigkeitsakademie des dna.

Mensch als entscheidender Faktor

Für Petra Riffert, Geschäftsführerin des TVB Donau Oberösterreich und der Werbegemeinschaft Donau OÖ sowie Obfrau der oberösterreichischen Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe, war es „ein großartiger Kongress“. Besonders spannend fand sie die Diskussion darüber, „wem eine Destination eigentlich gehört und wie wir Menschen vor Ort stärker einbinden können. Denn Tourismus funktioniert langfristig nur dann, wenn er gemeinsam gestaltet wird“.

Ihr Fazit aus den intensiven Tagen lautet: „So wichtig Digitalisierung, Daten und KI für unseren Tourismus auch sind – am Ende bleibt der Mensch immer noch der entscheidende Faktor.“

Das dna vereint über 200 Mitglieder aus TVBs, Destinationen sowie zentralen Institutionen der Tourismusbranche. Von den insgesamt 1.592 österreichischen Tourismusgemeinden sind 97 % im dna vertreten.

V.l.: Christian Schirlbauer, Elisabeth Zehetner und Mathias Schattleitner © dna / Edwin Husic