Im Vorjahr lag das bereinigte EBIT bei 1,413 Mrd. Euro, das unbereinigte bei 1,369 Mrd. Euro. Der Unterschied liegt in einmaligen, außergewöhnlichen oder betriebsfremden Sondereffekten. Ursprünglich war TUI Group CEO Sebastian Ebel für heuer von einem weiteren Anstieg in der Größenordnung von +7 % bis +10 % ausgegangen. Dies hätte ein bereinigtes EBIT von jenseits der 1,511 Mrd. Euro bedeutet.
Doch dann kam der Irankrieg. Der Zielkorridor für das bereinigte EBIT wurde daraufhin auf 1,1 bis 1,4 Mrd. Euro zurückgenommen. Jetzt sind es also die erwähnten 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro.
Keine Prognose für den Umsatz
Die nunmehrige Ergebnisprognose – eine für den Umsatz (im Vorjahr erreichte er 24,179 Mrd. Euro) bleibt ausgesetzt – basiert auf der starken Nachfrage im vierten Quartal sowie der verbesserten Buchungsdynamik im Segment Märkte und Airline.
Der Trend zu kurzfristigeren Buchungen ist allerdings anhaltend. Seit dem letzten Update von Mitte August hat sich die gebuchte Gesamtauslastung um 1 Prozentpunkt (pp) verbessert und liegt nun -2 pp unter dem Vorjahresniveau.
Auch der gebuchte Umsatz verbesserte sich seit dem Buchungsupdate im vergangenen Monat um einen weiteren Prozentpunkt auf -5 %. Dies entspricht der reduzierten TUI-Risikokapazität für den Sommer 2026. Ebenso entwickeln sich die Durchschnittspreise weiterhin gut und dies „trotz des wettbewerbsintensiven Marktumfelds“, wie von TUI betont wird.
Zukunft „ermutigend“, aber sie bleibt „getrübt“
Viel entscheidender ist aber, wie sich das Geschäft in Zukunft entwickelt. Diesbezüglich „bleibt die Buchungsdynamik in allen Märkten ermutigend“, wie von TUI betont wird. Der gebuchte Umsatz der vergangenen vier Wochen lag um +2 % über dem Vorjahresniveau.
Die wichtigsten Destinationen für das kommende Winterhalbjahr 2026/2027 (hier erzielt TUI zwischen 33 % und 35 % ihres Umsatzes, es deckt die schwächere Reisezeit ab) sind derzeit die Kanarischen Inseln, Ägypten, die Kapverden und die Karibik (hier vor allem Mexiko und die Dominikanische Republik), ergänzt um Thailand. Im Sommer (65 % bis 67 % des Umsatzes, Hauptbuchungs- und Reisezeitraum) waren es Griechenland und Spanien, einschließlich der Balearen sowie der Kanarischen Inseln. Im Sommerhalbjahr (vor allem im vierten Quartal) erwirtschaftet TUI den gesamten Jahresgewinn.
Der Blick in die Zukunft wird durch die anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten getrübt: Alles deutet demnach auf eine Fortsetzung des Trends zu späteren Buchungen hin. Die TUI Group reagiert darauf mit einer „sorgfältigen Steuerung unserer Kapazitäten“.
Der gebuchte Umsatz (Buchungsstand von Mitte September 2026) liegt derzeit um -7 % hinter dem Vorjahr zurück, in UK sogar um -9 %. Doch die Buchungsdynamik hat sich in den vergangenen vier Wochen verbessert. TUI geht davon aus, dass es zu keiner wesentlichen Verschärfung der geopolitischen Spannungen kommt und die Treibstoffversorgung sichergestellt werden kann.
Ebenso wird auf die starke Finanzlage und die robuste Bilanz des Konzerns hingewiesen. Beides schafft Flexibilität, „um das aktuelle Umfeld zu bewältigen und zugleich die strategische Transformation umzusetzen“, wie betont wird.
