Susuru bedeutet „Nudeln hörbar schlürfen“. Slurp and sip, so die Einladung des Lokals. Izakayas, die typischen Bars, bieten zu Drinks kleine Speisen an. Prominent etwa Ramen, die gerne geschlürft werden dürfen. Ähnlich wie in Tapas Bars gibt es verschiedene kleinere und größere Speisen. Ein klassisches Izakaya hat immer auch einen Koch, und schon in der Bezeichnung findet sich das Wort „Sake“, zudem die Worte für verweilen und Geschäft. Solche Bars sind mittlerweile auch in europäischen Städten beliebt.

Ungewöhnlich ist allerdings die Variante mit einer pflanzenbasierten Speisekarte. Die Karte ist das Ergebnis von Teamwork erfahrener japanischer Köch:innen, die sich sowohl mit der traditionellen japanischen, als auch der modernen pflanzlich orientierten Küche auskennen. Sie haben sich der Herausforderung gestellt, mit fisch- und fleischlosen Zutaten japanische Speisen zu kreieren, die den Erwartungen an ein Izakaya entsprechen und Geist und Geschmack klassischer Gerichte nachvollziehen. Nicht umsonst wurde viel ausprobiert: trotz veganer Zutaten schmeckt alles authentisch japanisch.

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Der japanische Koch Tenta Akaike entwarf die Speisekarte, die Idee des Lokals stammt von einem Gesellschafterteam und dem Geschäftsführer Ying Ming. „Die Aromen, die Texturen und das Gesamterlebnis haben unsere Wahrnehmung der pflanzlichen Küche völlig verändert. Wir hätten nie gedacht, dass sie so köstlich und befriedigend sein könnte. Diese Erfahrung hat uns dazu inspiriert, ein pflanzliches Izakaya zu schaffen“. Er war selbst erstaunt über die Ergebnisse: „Es fühlt sich ein bisschen wie Zauberei an – unsere Gäste sind oft überrascht, wie authentisch und köstlich die Gerichte schmecken“.

Unentschlossenheit, auf sechs Tellern serviert

Das Lokal bietet außer der typischen Nudelsuppe in zwei Varianten – cremige Magical Ramen mit Pilzen oder eine crunchy mit Tempura-Crunch. Kleine Gerichte Tan Tan Tofu mit Sesam und Kokosmilch oder Inari Mochi Oden, ein japanischer Eintopf mit Tofu-Taschen, Reiskuchen und Daikon-Rettich, stehen auf der Speisekarte. Alternativ zur klassischen Variante gibt es Tempura mit frittierten Kräuterseitlingen. Interessant klingt auch Susuru Karaage, frittierter Karfiol mit Lotuswurzel. Das Sharing-Konzept wirkt hier wieder einmal wie eine gute Idee, um in den Genuss zu kommen, vieles zu probieren.

Susuru, Lokalansicht innen
Im Susuru hält sich die Einrichtung zurück. Das Schlürfen übernimmt die Kundschaft. © Susuru

Sake-Kenner:innen bestellen ein Tasting mit 3 Varianten. Auch Highballs und klassische Aperitifs stehen zur Auswahl, Bier natürlich und Matcha, Tee und Kaffee. Crunchy Noodles zum Knabbern passen zu allen Drinks. Zu zweit sollte man mindestens 4, eher 6 der kleinen Speisen bestellen. Wem der Sinn nach Süßem steht, kann zwischen karamelisiertem Bananeneis und Matcha-Tiramisu wählen. Das Lokal macht Lust, den Tokio Afterwork Vibe auszuprobieren.

www.susuru.at
Kirchengasse 18, 1070 Wien, Österreich