Carina Andress hat den Nachwuchswettbewerb „Taste of Tomorrow“ 2026 gewonnen. Mit ihrem Gericht „Golden Thread“ setzte sie sich im Finale am 5. Oktober vor Theresa Postl von der Tourismusschule Bad Hofgastein und Valentin Wagner vom Panorama Royal in Bad Häring durch. Die Siegerin, Jahrgang 2001, war bis September im Le Méridien Vienna tätig. Mitte Oktober wechselt sie ins Wiener Restaurant TIAN.
Die zweitplatzierte Postl, Jahrgang 2009, gehört zu den jüngsten Talenten im Bewerb. Sie besucht seit 2023 die Tourismusschule Bad Hofgastein und sammelte bereits Erfahrungen bei Lukas Nagl. Ihr Wettbewerbsgericht: „Heiß trifft Kalt: vom Blaufränkisch-Ochsenbackerl bis zum gefrorenen Camembert“. Wagner, seit Mai als Commis im Panorama Royal beschäftigt, erreichte mit „Der Taco“ den dritten Platz.
Ein Warenkorb, was für Lösungen!
Für das Finale des von Jego veranstalteten und von Chefs Culinar unterstützten Wettbewerbs hatten sich acht Talente aus Österreich und Deutschland qualifiziert. Nach Angaben der Veranstalter gingen mehr als 100 Einreichungen ein. Die Aufgabe für die Bewerbung: Mindestens vier Produkte aus einem vorgegebenen Warenkorb mussten zu Hauptkomponenten des Gerichts werden. Zur Auswahl gehörten unter anderem Ochsenbackerl, Rösti-Kartoffeln, Chef Greens, Pasta und Gewürze.
Die Jury bewertete Geschmack, Kreativität und Optik ebenso wie fachliche Umsetzung, Ressourcenschonung, Hygiene und Zeitmanagement. Damit floss auch ein, wie die Kandidaten mit jenen Anforderungen umgehen, die im Küchenalltag neben dem fertigen Teller zählen.

Zur Jury gehörten unter anderem Martin Klein, Harald Irka, Lukas Kienbauer, Hannes Müller und Simon Wagner. Alle Finalisten erhielten neben ihrer Punktebewertung ausführliches Feedback. Klein, Executive Chef des Restaurants Ikarus im Hangar-7, beschrieb den Blick auf die Wettbewerbsgerichte so: „Ein Gericht kann technisch hervorragend sein und trotzdem Fragen offenlassen. Eine Idee kann mutig sein, aber im Küchenalltag dennoch nicht funktionieren.“ Für Simon Wagner, Küchenchef im Gourmetrestaurant The Glass Garden auf Schloss Mönchstein, liegt gerade darin ein wesentlicher Teil der Nachwuchsförderung: „Deshalb ist das Feedbackgespräch nach einem Wettbewerb mindestens so relevant wie die Platzierung selbst.“
Das Finale brachte Talente aus unterschiedlichen Ausbildungs- und Berufsstationen zusammen. Neben den drei Erstplatzierten traten Hannah Berndl und Julia Herndler von der HLF Krems, Hubertus Distl von der Tourismusschule Modul, Christoph Unterberger aus der Hochkönigin und Tobias Wagner vom Hotel Sacher Salzburg an.
Für die drei Ausgezeichneten folgt auf das Finale ein weiterer öffentlicher Auftritt: Zum Preis gehört neben der Trophäe und Sachgeschenken auch die Präsentation auf der Bühne der „Alles für den Gast 2026“.
