Seit drei Jahren betreibt die VinziRast in Mayerling eine eigene Bio-Landwirtschaft mit Seminarhotel und Gastwirtschaft. Das Projekt wird von freiwilligen Mitarbeiterinnen und ehemals obdachlosen Menschen getragen. Angebaut wird saisonales Gemüse, das vor Ort verarbeitet und auch über die Bio-Hofkiste abgegeben wird.
Für die Gastronomie ist daran weniger das Kisterl als Produkt interessant, sondern das Betriebsmodell dahinter: Eigenanbau, Verarbeitung und Bewirtung greifen ineinander. Die VinziRast am Land zeigt damit, wie regionale Lebensmittelproduktion, soziale Beschäftigung und gastgewerbliche Praxis zusammengeführt werden können.
„Wir bieten in Mayerling ein Zuhause mit Gemeinschaft und Sinn. Eine Landwirtschaft zu betreiben und die eigenen Produkte zu verarbeiten ist eine wunderschöne Aufgabe“, sagt Michael Schmidt, Leiter der Landwirtschaft. Gerade diese Verbindung aus Arbeit, Produkt und Gastkontakt macht das Projekt zu mehr als einer klassischen Sozialinitiative.
In der Gastwirtschaft werden Wanderer, Radfahrer und Ausflugsgäste mit Gerichten und Jausen versorgt, die auf die eigene Bio-Produktion zurückgreifen. Aktuell kommen laut Schmidt vor allem junges Blattgemüse, Salate, Kräuter sowie erste Fruchtgemüse wie Gurken, Paprika und Tomaten aus dem Anbau.
Zusätzlich bietet die VinziRast eine Bio-Hofkiste an, die wöchentlich oder zweiwöchentlich bezogen werden kann. Abgeholt werden kann sie unter anderem an VinziRast-Standorten in Wien und Mayerling sowie in Mödling. Für die Redaktion bleibt der stärkere Zugriff aber der Blick hinter die Kulissen: Wie funktioniert eine Landwirtschaft, die zugleich Beschäftigungsprojekt, Lieferant der eigenen Küche und Ausflugsziel ist?