Warum steigen die Preise?

Mehrere Faktoren treiben die Kaffeepreise in die Höhe:

  • Klimawandel: Extremwetter in Brasilien und Vietnam, den größten Anbauländern, senkt die Ernteerträge.
  • Logistikprobleme: Hohe Transportkosten und Engpässe in der Schifffahrt verzögern Lieferungen.
  • Währungsschwankungen: Ein starker US-Dollar verteuert Rohkaffee für europäische Einkäufer.
  • Nachhaltigkeitsanforderungen: Zertifizierungen und umweltfreundlichere Produktion kosten mehr – und diese Mehrkosten landen oft beim Käufer.

Für Gastronomen bedeutet das: Wer langfristig stabile Preise halten will, muss jetzt handeln.

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Welche Optionen haben Betriebe?

1. Preise anpassen – aber clever
Direkte Preiserhöhungen sind heikel. Stammkunden reagieren sensibel, wenn der Espresso plötzlich 50 Cent mehr kostet. Besser ist es, behutsam anzupassen – etwa durch kleinere Mengen oder Upgrades wie nachhaltige oder exklusive Kaffeesorten, die den Preis rechtfertigen.

2. Einkauf optimieren

  • Alternative Bohnen prüfen: Robusta-Kaffee ist meist günstiger als Arabica und kann in Mischungen für Espresso eingesetzt werden.
  • Regionale Röster wählen: Oft bieten sie flexiblere Konditionen als große Importeure.

3. Mehr Umsatz pro Tasse

  • Kombinationen anbieten: Kaffee mit kleinen Snacks oder süßen Beilagen steigert den Durchschnittsbon.
  • Spezialitäten pushen: Filterkaffee, Cold Brew oder Raritätenkaffees lassen sich oft mit besserer Marge verkaufen als Standard-Espresso.
  • Portionierung optimieren: Weniger Ausschankverluste = mehr Gewinn.

4. Effizienz steigern

  • Maschinen richtig einstellen: Falsch gemahlener oder dosierter Kaffee kostet bares Geld.
  • Mitarbeiter schulen: Ein perfekt extrahierter Espresso spart Bohnen und schmeckt besser.

Kaffee wird auch in Zukunft nicht billiger. Doch Gastronomen haben viele Stellschrauben, um steigende Kosten abzufedern. Wer Einkauf, Kalkulation und Angebot klug steuert, kann Kaffee weiterhin profitabel ausschenken – und dabei sogar die Qualität für die Gäste erhöhen.