Für die Köchin und EU-Politikerin Sarah Wiener ist der Befund klar: Viele Restaurants mit hochwertigen und nachhaltigem Angebot seien bedroht. Der Grund dafür sei eine sinkende Bereitschaft der Gäste, faire Preise für Qualität zu bezahlen, weil große Gastro-Konzerne minderwertige, billige Angebote machen. „Ich sehe die Gefahr, dass die individuelle, engagierte Gastronomie radikal dezimiert wird und nur die gleichgeschalteten leblosen Ketten übrig bleiben werden“, sagte Wiener in einem dpa-Interview vor ihrem 60. Geburtstag am 27. August.

Preise von Lebensmitteln steigen zuletzt auch deshalb, weil die Landwirtschaft zu sehr von Pestiziden und Düngern abhängig sei, die mit hohem Energiebedarf hergestellt würden, so Wiener.

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BrauBeviale 2026: Spannende Getränke, neue Gäste und smarter Ausschank
Jedes zwölfte in Europa konsumierte Bier ist inzwischen alkoholfrei. Seit 2020 ist der Absatz um mehr als 38 Prozent gestiegen. Allein 2025 legte das Segment um 5,9 Prozent zu. Für die Gastronomie eröffnet die Beliebtheit alkoholfreier Getränke die Möglichkeit, das Sortiment zu erweitern und neue Konsumanlässe zu schaffen. Welche Produkte dafür infrage kommen und welche Technik den Ausschank erleichtert, zeigt die BrauBeviale vom 10. bis 12. November 2026 in Nürnberg.

„Die Frage stellt sich: Sollen ärmere Menschen nicht vielfältig, ökologisch, frisch und gesund essen dürfen?“, so Wiener. Es brauche Antworten auf diese Frage, und nicht noch billigeres, schlechteres Essen.