Kooperation

Tiroler Regionen: Präzisere Wetterdaten mit wetter.com

29.08.2025

Die Tourismusverbände Achensee und Tiroler Zugspitz Arena starten ein Pilotprojekt und errichten gemeinsam mit wetter.com, einem der führenden Wetterdienstanbieter Europas, ein regionales Netzwerk automatisierter Wettermessstationen.

Die gemessenen Daten stehen allen öffentlich zur Verfügung – ein Schritt zur Verbesserung der Prognosen in Tirol. Ziel ist es, lokal verwertbare Informationen zu liefern und damit – auch angesichts der steigenden Häufigkeit von Extremwetterereignissen – sowohl Einheimischen, Gästen, Einsatzorganisationen, wissenschaftlichen Institutionen und der Wirtschaft eine verlässlichere Grundlage zu bieten.

Fürs Wetter weitergedacht

Ein Mann am Berg in Gewitterstimmung © Astrid860 iStock Getty Images Plus
© Astrid860 iStock Getty Images Plus

Bei Gewitter am Gipfel oder im See? Bitte nicht! Wetterprognosen spielen im alpinen Raum eine zentrale Rolle – etwa für die Planung von Freizeitaktivitäten, die Sicherheit am Berg, Veranstaltungsentscheidungen oder Konsumentscheidungen von Gästen und Einheimischen. Trotz bestehender Messinfrastruktur bleibt die flächendeckende Wetterdatenerfassung in Tirol eine Herausforderung. Die komplexe Topografie mit stark variierenden Höhenlagen erschwert punktgenaue Vorhersagen – insbesondere dort, wo präzise Informationen für Tourismus, Freizeit, Infrastruktur oder Sicherheit besonders relevant sind. Viele bestehende Prognosen beruhen auf Modellrechnungen, die nicht auf aktuellen, lokalen Messdaten basieren. Genau hier setzt die Initiative von Achensee Tourismus und dem Tourismusverband Tiroler Zugspitz Arena an: Gemeinsam mit wetter.com wurde in beiden Regionen ein regionales Netzwerk vollautomatischer Wetterstationen aufgebaut, das kontinuierlich Daten erhebt und öffentlich zugänglich macht. Die gezielte Verdichtung des Netzes leistet damit einen Beitrag zu mehr Transparenz, Prognosequalität und Entscheidungsgrundlagen – für Bevölkerung, Gäste und Organisationen gleichermaßen.

Zwölf Stationen für bessere Messungen

Insgesamt wurden zwölf Stationen errichtet – sieben in der Region Achensee, fünf in der Tiroler Zugspitz Arena. Die Stationen messen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag und übermitteln alle zehn Minuten neue Werte. Die Standortwahl erfolgte in Abstimmung mit Meteorolog*innen von wetter.com, die den laufenden Betrieb sicherstellen und die Daten direkt in ihre Prognosesysteme einbinden.

„Wettermodelle basieren auf den vorhandenen Eingangsdaten – wenn es lokal keine Messungen gibt, muss das Modell auf entfernte oder ungeeignete Standorte zurückgreifen“, erklärt Jens Kreusch, Produzent und Director der meteorologischen Redaktion von wetter.com. „Mit dem neuen Messnetz verbessern wir die Vorhersagen in den Regionen deutlich – und ermöglichen durch den offenen Zugang auch anderen Anbietern, diese Daten zu nutzen.“ Da die Stationen nach den Standards der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) betrieben werden, können sie in nationale und internationale Wettermodelle integriert werden. So profitieren langfristig auch Wetter-Apps, Medien, Sicherheitsdienste und wissenschaftliche Einrichtungen von präziseren, lokal abgestimmten Prognosen. Die Messwerte der beiden Regionen sind auf wetter.com einsehbar.

Anspruch von Open Data

Achensee Tourismus veröffentlicht die eigenen Wetterdaten zudem auf der Website, um Outdoorsportler*innen wie Paragleiter*innen und Segler*innen den bestmöglichen Service zu bieten. Zusätzlich werden die Daten der Messstationen am Achensee in den datahub.tirol eingespeist. Diese Datenplattform der Standortagentur Tirol ermöglicht Unternehmen, Forschung und öffentlichen Stellen in Tirol, Daten sicher und effizient auszutauschen und zu nutzen – mit klaren Regeln, Transparenz und zum Vorteil der gesamten Region. So soll der Anspruch auf Open Data vollends erfüllt werden.

Zwei Personen beim Grillen im Regen mit Regenschirm © Giuseppe Lombardo iStock Getty Images Plus
© Giuseppe Lombardo iStock Getty Images Plus

„Wir wollen nicht nur für unsere Region bessere Wetterdaten bereitstellen, sondern ganz bewusst etwas schaffen, das allen zugutekommt“, sagt Martin Tschoner, Geschäftsführer von Achensee Tourismus. „Wenn wir unsere Infrastruktur öffentlich zugänglich machen, profitieren Gäste genauso wie Forschungsinstitutionen oder Einsatzkräfte. Das war für uns eine Grundvoraussetzung für dieses Projekt.“

„In einer Region mit unterschiedlichen Höhenlagen und Wetterverhältnissen brauchen wir verlässliche Informationen, auf die sich unsere Gastgeber*innen und Gäste verlassen können – unabhängig davon, welchen Kanal sie nutzen“, ergänzt Theo Zoller, Obmann des Tourismusverbands Tiroler Zugspitz Arena. „Durch unsere Beteiligung leisten wir einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Prognosen für ganz Tirol.“

Die Messstationen im Überblick:

Achensee Tourismus

Tiroler Zugspitz Arena

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
logo

Newsletter abonnieren

Sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung vor allen anderen in der Branche und bleiben Sie mit unserem Newsletter bestens informiert.


Zum Newsletter