Das Bio-Landgut Esterhazy in Donnerskirchen wurde Anfang Juni zum Treffpunkt für Mitglieder der Initiative Gaumen Hoch. Mehr als 150 Vertreter*innen aus allen Bundesländern nahmen an der zweiten Gaumen Hoch-Connection teil. Die Veranstaltung diente dem persönlichen Austausch sowie der Vernetzung innerhalb der Gemeinschaft.
Nach Angaben der Organisation ist die Initiative seit ihrer Gründung im April 2024 deutlich gewachsen. Während zu Beginn 30 Betriebe beteiligt waren, zählt die Gemeinschaft mittlerweile 250 Betriebe. „Den Mitgliedern einmal im Jahr bei einer Connection die Möglichkeit zum persönlichen Austausch zu geben, ist für uns extrem wichtig. Wir sind eine Bewegung, die viel bewirken kann, wenn wir uns gut miteinander vernetzen“, sagte Alexandra Seyer-Gmeinbauer, Gründerin von Gaumen Hoch in Wien. Mitgründer Reinhold Gmeinbauer von Gaumen Hoch in Wien verwies auf die Entwicklung der vergangenen zwei Jahre: „Was im April 2024 mit 30 Betrieben begonnen hat, ist mittlerweile auf eine Bewegung mit 250 Betrieben gewachsen. Unsere Zusammenarbeit trägt Früchte.“
Bilanz der vergangenen zwei Jahre
Ziel von Gaumen Hoch ist es laut eigenen Angaben, das Bewusstsein für biologische und gesunde Ernährung zu stärken, Betriebe sichtbar zu machen und die Wertschätzung für Lebensmittel zu fördern. Als zentrale Elemente nennt die Initiative geprüfte Mitgliedsbetriebe, mediale Sichtbarkeit sowie ein Qualitätssiegel.
Für die vergangenen zwei Jahre zieht die Organisation eine umfangreiche Bilanz. Demnach wurden 178 Betriebsbesuche durchgeführt, 402 Videos produziert und 323 Fotoshootings umgesetzt. Darüber hinaus erschienen drei Ausgaben des Printmagazins mit einer Auflage von jeweils 100.000 Exemplaren. Online wurden laut Angaben der Initiative 1.086 Beiträge veröffentlicht und rund 670.000 Website-Zugriffe verzeichnet.
Regeneration und Zusammenarbeit im Fokus
Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzte die Keynote von Martin Grassberger, Wissenschafter und Autor. Unter dem Titel „Regenerativ. Mit nachhaltigen Verbindungen die Zukunft gestalten“ sprach er über die Bedeutung regenerativer Ansätze in Landwirtschaft und Ernährung. Dabei thematisierte er unter anderem Bodenaufbau, Renaturierung, regionale Wertschöpfung und bewussten Konsum.
Im Rahmen eines Podiumsgesprächs diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Weinbau und Gastronomie über die Zusammenarbeit entlang der Lebensmittelkette. Im Mittelpunkt standen persönliche Beziehungen, direkte Kommunikation und langfristige Partnerschaften zwischen Produzentinnen, Produzenten und Gastronomiebetrieben.
Marktplatz schafft neue Kontakte
Erstmals wurde bei der Veranstaltung auch ein Gaumen Hoch-Marktplatz organisiert. Dort präsentierten Mitgliedsbetriebe ihre Produkte und nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen. Insbesondere Gastronomiebetriebe konnten sich über neue Angebote informieren und Kontakte zu Produzent*innen knüpfen.
Zum Abschluss versuchten die Teilnehmenden einen Weltrekord für die „längste kürzeste Lebensmittelkette“ der Welt. In Form einer Menschenkette wurde der direkte Weg von der Lebensmittelproduktion bis zum fertigen Produkt symbolisch dargestellt. Die Aktion sollte die Bedeutung kurzer Lieferketten und transparenter Wertschöpfungsketten verdeutlichen.