Was Vereinsgründerin Sabine Zach vor 20 Jahren nach einem Auslandsaufenthalt mit ersten Berührungspunkten im Behindertensport ins Leben rief, hat sich zu einer etablierten Initiative entwickelt, die weit über die Region hinauswirkt – für Teilnehmer und deren Familien sowie für den Tourismus in Schladming-Dachstein.
Im Winter steht adaptives Skitraining im Mittelpunkt – im Sitzski oder stehend, individuell begleitet und auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt. Im Sommer eröffnen speziell konzipierte Wanderwochen und barrierefreie Outdoor-Aktivitäten wie Wassersport, Flying Fox oder ein meditatives Klangschalenerlebnis weitere Zugänge zur Bergwelt. Der Fokus liegt laut Verein stets auf Selbstbestimmung und Gemeinschaft. Das übergeordnete Ziel: Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen soll echte Teilhabe an Sport, Natur und sozialem Miteinander ermöglicht werden.
Touristischer Mehrwert für die Region
Zahlreiche Familien reisen gezielt wegen des Angebots von Freizeit-PSO an, kehren oft über viele Jahre hinweg zurück und bringen weitere Gäste mit. Dieser Kreislauf stärkt die Bindung an die Destination nachhaltig, so der Verein. Für Schladming-Dachstein bedeute die Initiative somit einen sozialen und einen touristischen Mehrwert.
„Freizeit-PSO steht für das, was wir als Region verkörpern wollen: ein offenes und zugängliches Urlaubserlebnis für alle Menschen“, sagt Mathias Schattleitner, Geschäftsführer der Tourismusregion Schladming-Dachstein. „Inklusion ist für uns kein Schlagwort, sondern ein konkreter Anspruch an unsere Destination“, so Vorsitzender Andreas Keinprecht. Freizeit-PSO zeige seit 20 Jahren, wie barrierefreier Bergsport gelingen könne – und bereichere die Region auf eine Weise, die weit über den Tourismus hinausgehe.
Langjährige Partnerschaften als Fundament
Ein Angebot in diesem Umfang wäre ohne langjährige Kooperationen nicht realisierbar, heißt es vom Verein. „Neben dem Tourismusverband sind besonders hervorzuheben: die Gemeinde Schladming, der Schwaigerhof, Ski Lenz, die Skischule Hopl sowie die Planai-Hochwurzen-Bahnen“, sagt Vereinsgründerin und Geschäftsführerin Sabine Zach. Sie unterstützten Freizeit-PSO seit vielen Jahren durch Infrastruktur, Material und Zusammenarbeit vor Ort. Diese Partnerschaften bildeten das Fundament, auf dem barrierefreier Bergsport in dieser Form möglich werde.