Auf dem österreichischen Milchmarkt werden die Karten neu gemischt. SalzburgMilch und Pinzgau Milch haben ihren Zusammenschluss mit der Eintragung ins Firmenbuch abgeschlossen. Das gemeinsame Unternehmen firmiert unter dem Namen SalzburgMilch und zählt nach eigenen Angaben zu den drei größten Molkereien Österreichs. Die Größenordnung ist beträchtlich. Für 2025 ergibt sich aus den Zahlen beider Unternehmen ein rechnerischer gemeinsamer Umsatz von rund 526 Millionen Euro. Dazu kommen etwa 750 Beschäftigte, rund 3.200 beliefernde Bauernfamilien und ein Sortiment mit mehr als 1.000 Produkten.

Die neue SalzburgMilch betreibt Produktionsstandorte in Salzburg-Itzling, Lamprechtshausen, Maishofen und Kössen. Alle vier sollen erhalten bleiben und innerhalb des Unternehmens unterschiedliche Aufgaben übernehmen. In Salzburg-Itzling liegt der Schwerpunkt auf Milchprodukten und Frischkäse, in Lamprechtshausen auf Hart- und Schnittkäse. Maishofen und Kössen produzieren unter anderem Spezialitäten und Lohnprodukte für nationale und internationale Abnehmer. Die Geschäftsführung übernehmen weiterhin Andreas Gasteiger und Sebastian Mösl. Eigentümer sind zu 90 Prozent die Salzburger Alpenmilch Genossenschaft und zu zehn Prozent die HMP Immobilien Holding GmbH. Die bäuerliche Genossenschaft bleibt damit bestimmende Eigentümerin.

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Was sich für die Gastronomie ändern könnte

Für Gastronomiebetriebe ist der Zusammenschluss vor allem wegen des breiten Sortiments interessant. Neben Milch, Schlagobers, Sauerrahm, Topfen und Jogurt gehören zahlreiche Käsespezialitäten, Bio-Produkte und ausdrücklich auch Gastronomieartikel zum Angebot. Die fusionierte Molkerei will Synergien bei Milchsammlung, Verarbeitung, Logistik, Einkauf und Vertrieb nutzen. Für Kunden wird das gebündelte Lieferprozesse und ein breiteres Sortiment aus einer Hand ermöglichen.

SalzburgMilch rechnet für 2026 mit insgesamt rund 459 Millionen Kilogramm verarbeiteter Milch, davon etwa 266 Millionen Kilogramm Spezialmilch. Die Exportquote wird mit rund 39 Prozent angegeben.