Im Prinzip ist Gerste ein unscheinbares Getreide, dass im Speiseplan der Menschen eine untergeordnete Rolle spielt. Jedoch: wird sie zum Keimen gebracht und getrocknet, bietet das entstandene Malz den Grundstoff für Bier und Whisky. Und so simpel der Prozess des Vergärens ist umso vielfältiger das Ergebnis, ganz besonders beim Whisky. Die Art des Trocknens der Gerste, die Wasserqualität, die Größe und Form der Brennblasen, die Anzahl der Brenndurchgänge. die Entfernung von der Meeresküste und vieles mehr wirken sich schon auf den Charakter des so genannten „New Makes“, also dem frischen, noch ungelagerten Destillats aus.
Holzi Holz
Aber erst mit dem Einlagern des New Makes in Holzfässer und der per Gesetz vorgeschriebenen Mindestverweildauer von drei Jahren wird aus dem Getreidebrand Whisky – und hier schaffen dann Lagerdauer, Fassherkunft und -größe, Holzart und letztlich auch das Klima der Region eine Vielfalt an Aromen, die dem Whisky zu einem unendlich tiefen und breiten Sortiment verhelfen.
