Zwischen Rax und Schneeberg gibt es eine neue durchgehende Wanderroute. Am 10. Oktober 2026 wurde der zweite Abschnitt des Flusswanderwegs Höllental eröffnet. Damit führt nun ein 8,7 Kilometer langer Weg von Kaiserbrunn über das Weichtalhaus bis zum ehemaligen Gasthaus Singerin. Für die gesamte Strecke geben die Naturfreunde eine Gehzeit von rund zweieinhalb bis drei Stunden an. Neu ist vor allem, dass Wanderer auf dieser Verbindung nicht mehr abschnittsweise auf die stark befahrene Höllental-Bundesstraße ausweichen müssen. Der erste, rund 2,4 Kilometer lange Abschnitt zwischen Kaiserbrunn und dem Weichtalhaus war bereits im Herbst 2025 eröffnet worden. Mit dem zweiten Bauabschnitt ist nun die Verbindung weiter Richtung Naßwald geschlossen.

Der Weg verläuft weitgehend entlang der Schwarza, durch Wald und flussnahe Abschnitte. Die Höhendifferenz ist gering; die Naturfreunde beschreiben die Strecke deshalb auch als für Familien geeignet. Wer die Tour verlängern möchte, kann bereits in Hirschwang beginnen und über den 1. Wiener Wasserleitungsweg nach Kaiserbrunn gehen.

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Für Hotelgäste ohne Auto erreichbar

Für Gäste in der Region ist vor allem die einfache Logistik interessant. Vom Bahnhof Payerbach-Reichenau fährt der Regionalbus 341 nach Kaiserbrunn. Damit lässt sich die Tour auch Gästen empfehlen, die ohne eigenes Auto anreisen. Für Autofahrer nennen die Naturfreunde drei kostenlose Parkmöglichkeiten: in Kaiserbrunn, beim Weichtalhaus sowie bei der Abzweigung Naßwald beim ehemaligen Gasthaus Singerin. Das Weichtalhaus bietet zugleich eine Einkehrmöglichkeit direkt an der Strecke.

Gerade für Beherbergungsbetriebe rund um Reichenau, Payerbach und die Rax erweitert der Weg damit das Angebot. Die Strecke braucht weder einen Gipfel noch einen ganzen Urlaubstag. Sie funktioniert als Halbtagesprogramm, Familienwanderung oder Schlechtwetter-Alternative, solange die Bedingungen eine Wanderung zulassen. Und sie löst nebenbei ein Problem, das für Gäste bislang schwer zu erklären war: Warum eines der landschaftlich eindrucksvollsten Täler Niederösterreichs ausgerechnet zu Fuß nur abschnittsweise angenehm zu durchqueren war.