Niederösterreich hat eine neue Tourismusstrategie für die kommenden Jahre vorgestellt. Bis 2030 will das Land unter anderem das Nächtigungsvolumen aus den östlichen Nachbarländern um 100.000 Übernachtungen steigern. Gleichzeitig verspricht die Politik den Betrieben weniger bürokratische Hürden und zusätzliche Unterstützung bei Digitalisierung und Qualitätsentwicklung.

Mehr als 200 Personen aus der Tourismuswirtschaft seien in die Erarbeitung der Strategie eingebunden gewesen. Inhaltlich hält das Land an vier Schwerpunkten fest: Ausflugstourismus, Urlaubstourismus, Gesundheitstourismus und Wirtschaftstourismus. Natur- und Aktivangebote sowie Projekte wie der Weinherbst sollen zusätzlich gestärkt werden.

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Tägliche Arbeit erlechtern

Für Betriebe interessant ist vor allem das Versprechen, ihnen die tägliche Arbeit zu erleichtern. Wie genau bürokratische Belastungen reduziert werden sollen, blieb bei der Präsentation allerdings noch weitgehend offen. Wirtschaftskammer-NÖ-Präsident Wolfgang Ecker forderte parallel leistbare Energie, niedrigere Lohnnebenkosten und weniger Bürokratie. Auch Betriebsnachfolgen und Digitalisierung sollen stärker unterstützt werden.

Aus Sicht der Hotellerie brachte Ferdinand Schachner vom Hotel Schachner in Maria Taferl einen weiteren Punkt ein: Digitalisierung solle Mitarbeiter nicht ersetzen, sondern ihnen mehr Zeit für den Gast verschaffen. Der wirtschaftliche Anspruch der Strategie ist beträchtlich. Nach Angaben des Landes erwirtschaftet der Tourismus in Niederösterreich rund zwei Milliarden Euro Umsatz; im vergangenen Jahr wurden rund drei Millionen Gästeankünfte registriert.

Die eigentliche Bewährungsprobe beginnt damit erst nach der Präsentation: Für Betriebe wird weniger entscheidend sein, welche Ziele in der Strategie stehen, sondern welche Förderprogramme, Vereinfachungen und konkreten Maßnahmen daraus entstehen.