Wie stark profitiert eine Region wirtschaftlich vom Tourismus? Das Destinations-Netzwerk Austria (dna) will diese Frage künftig genauer beantworten. Beim Kongress in Bad Loipersdorf kündigte der Verband für 2027 eine Wertschöpfungsstudie auf regionaler Ebene an. Für jede teilnehmende Destination soll ein eigenes Profil entstehen, das unter anderem Bruttowertschöpfung, Beschäftigung und Lohnsummen abbildet.

Damit versucht das dna, die wirtschaftliche Wirkung des Tourismus stärker auf regionaler Ebene sichtbar zu machen. Das passt zur neuen Tourismusstrategie „Vision T“, deren Umsetzung in den Destinationen eines der zentralen Themen des Kongresses war. Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner verwies dabei ausdrücklich auf die Rolle der Regionen bei der Umsetzung der Strategie.

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Entscheidend wird allerdings sein, wie die angekündigten Profile berechnet werden. Offen bleibt damit etwa, wie unterschiedliche Regionen vergleichbar gemacht werden und welche wirtschaftlichen Effekte tatsächlich in die Berechnung einfließen. Gerade davon wird abhängen, ob die Profile später mehr sind als zusätzliche Standortporträts.

Auch Tourismusakzeptanz wird zum Thema

Neben der Wertschöpfung nennt das dna zwei weitere Schwerpunkte: Tourismusakzeptanz und Lebensraumentwicklung sowie neue Formen der Erfolgsmessung. Dabei soll künftig auch künstliche Intelligenz stärker eingesetzt werden.
Ab April 2027 ist außerdem eine weitere Nachhaltigkeitsakademie vorgesehen. Das dna versteht die Rolle von Destinationen inzwischen deutlich breiter als reine Vermarktung: Sie sollen laut Präsident Mathias Schattleitner unterschiedliche Interessen in einer Region zusammenführen und gemeinsame Entwicklungen anstoßen. Dafür brauche es vor allem belastbare Daten und geeignete Instrumente.
Das Netzwerk verfügt dafür zumindest über eine breite Basis. Nach eigenen Angaben sind über seine Mitgliedsdestinationen 1.546 von insgesamt 1.592 österreichischen Tourismusgemeinden vertreten.