Fünf Start-ups traten bei der Travel Start-up Night in der ÖBB-Unternehmenszentrale gegeneinander an. Das Publikum entschied sich am Ende für Vionmo rund um Gründer Michael Jayasekara (Bild oben). Platz 2 ging an TouristInfo AI. Für Vionmo bedeutet der Sieg den direkten Einzug ins Jahresfinale um den Titel „Travel Start-up 2026“.

gast.at hatte die fünf Kandidaten bereits vor dem Pitch vorgestellt. Damals reichte die Bandbreite vom WhatsApp-Concierge über KI-Mitarbeiter für Hotels bis zu Hygieneprodukten für weibliche Gäste. Vionmo trat mit einem weniger spektakulär klingenden, aber praktisch relevanten Thema an: Mobilitätsdaten. Die Idee setzt bei einem bekannten Problem vieler Destinationen an. Nächtigungen und Herkunftsmärkte sind vergleichsweise gut dokumentiert. Schwieriger wird es bei Fragen wie: Wie reist ein Gast tatsächlich an? Wie kommt er vom Bahnhof zum Hotel? Welche Verkehrsmittel nutzt ein Tagesgast? Und welche Gruppen tauchen in traditionellen Tourismusstatistiken überhaupt nicht auf? Vionmo erhebt solche Informationen direkt bei Besuchern und kombiniert sie mit bestehenden Datenquellen. Aus der Analyse sollen anschließend konkrete Maßnahmen für Destinationen, Kulturinstitutionen und Veranstaltungen entstehen.

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Die letzte Meile bleibt ein blinder Fleck

Wie relevant das Thema für den heimischen Tourismus ist, zeigte Jayasekara bereits beim WKO Tourismus Summit. Nach seinen Angaben kamen 2025 rund 74 Prozent der Urlaubsgäste mit dem Pkw nach Österreich, 13 Prozent mit der Bahn. Damit reist bereits ungefähr jeder vierte Gast nicht primär mit dem eigenen Auto an. Für Hotels und Destinationen beginnt das Problem dann oft erst: Eine gute Bahnverbindung bis zum nächstgelegenen Bahnhof hilft wenig, wenn die letzten Kilometer zur Unterkunft kompliziert sind. Genau dort will Vionmo aus Daten konkrete Entscheidungen ableiten, etwa bei Shuttle-Angeboten, öffentlichen Verbindungen, Gästekarten oder anderen Mobilitätsangeboten.

Das dürfte auch erklären, warum das Thema beim Publikum der Start-up Night funktioniert hat. Vionmo verkauft nicht primär ein weiteres KI-Tool, sondern versucht eine sehr analoge Frage zu beantworten: Wie kommt der Gast eigentlich von A nach B?

Für das Unternehmen geht es nun ins Jahresfinale.