Ein eigenes Zimmer, Blick über Innsbruck oder hinaus auf die Almwiesen? Für Schülerinnen und Schüler der Villa Blanka sieht das Internatsleben künftig etwas anders aus. Die Tourismusschulen haben den Wohncampus 3 generalsaniert und um 28 Einzelstudios erweitert. Insgesamt wurden 4,4 Millionen Euro in das Projekt investiert. Das Geld stammt aus mehreren Töpfen: Bund und Land steuerten Fördermittel bei, dazu kommen Beiträge der Wirtschaftskammer Tirol, der Fachgruppen Gastronomie und Hotellerie sowie Eigenmittel des Schulvereins.
Der Wohncampus ist Teil des Schulareals der Villa Blanka in Innsbruck. Neben den neuen Studios stehen den Jugendlichen Ein- und Zweibettzimmer zur Verfügung. Zum Angebot gehören außerdem ein dreigängiges Mittagessen und kostenlose Lernunterstützung durch Pädagoginnen und Pädagogen. Schule und Internate liegen in einer Parkanlage.
Direktorin Sabine Wechselberger sieht darin einen wichtigen Teil der Ausbildung. Das Wohnangebot solle ein Umfeld schaffen, „in dem Lernen, Gemeinschaft und persönliche Entwicklung zusammenpassen und gefördert werden“. Für die Villa Blanka ist die Sanierung zugleich eine Investition in einen Standort mit langer Tourismustradition. Die Schule verbindet Unterricht und Wohnen auf einem gemeinsamen Campus und will damit Bedingungen schaffen, die über den Stundenplan hinausreichen.
Auch die Wirtschaftskammer stellt bei der Eröffnung den Nachwuchs in den Mittelpunkt. WK-Vizepräsidentin Martina Entner verweist darauf, dass gute Ausbildung nicht nur vom Unterricht abhängt, sondern auch von den Rahmenbedingungen, unter denen junge Menschen lernen. Unterstützung kommt auch aus der Politik. Tirols Wirtschaftslandesrat Mario Gerber bezeichnete das Projekt als Beitrag zur Fachkräftebasis im Tourismus.
