Mit Jahresende endet bei den Österreichischen Traditionsweingütern (ÖTW) eine Ära: Michael Moosbrugger übergibt den Vorsitz an Michael Malat. Der Winzer aus Furth bei Göttweig übernimmt die Funktion damit Anfang 2027. Malat kennt den Verband seit seinen Anfängen. Sein Vater Gerald gehörte 1991 zu den Gründungsmitgliedern, er selbst arbeitet seit rund 20 Jahren im Vorstand mit und leitet seit 2022 die ÖTW-Region Donauraum. Das Weingut Malat führt er seit 2008 in zehnter Generation.

Unter Moosbrugger wuchs die Vereinigung von rund 25 auf 91 Mitgliedsbetriebe aus acht Weinbaugebieten. Heute bewirtschaften die Mitglieder etwa 3.600 Hektar Rebfläche. 145 Rieden tragen die Bezeichnung „ÖTW Erste Lage“.

Werbung
Sport & Action im „grünsten Fleckchen Erde Europas”
Slowenien begeistert mit seinen beeindruckenden Landschaften und einer tief verwurzelten Sportkultur – ideale Bedingungen für Bewegung in freier Natur, besonders im farbenfrohen Herbst.

Lagenklassifikation

Moosbrugger prägte vor allem die Entwicklung der Lagenklassifikation. Während seiner Amtszeit entstanden zudem die ÖTW-Lagenkarten, das Lagenbuch und der 2013 gegründete Single Vineyard Summit. Zu dessen aktueller Ausgabe werden mehr als 300 internationale Fachgäste erwartet. 556 Weine von 170 Weingütern stehen zur Verkostung. Malat will auf dieser Arbeit aufbauen, die ÖTW aber stärker nach außen öffnen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Michael Tischler-Zimmermann soll die Lagenklassifikation auf wichtigen Exportmärkten verständlicher vermittelt werden. „Es geht nicht darum, die ÖTW neu zu erfinden. Es geht darum, ihre Idee und Werte mit neuer Energie weiterzutragen“, sagt Malat. Herkunft bleibe dabei der gemeinsame Nenner und eine der stärksten Geschichten, die der österreichische Wein international erzählen könne. Als Stellvertreter steht ihm Markus Huber zur Seite.