Nachwuchsprobleme gehören seit Jahren zum Standardrepertoire jeder Debatte über den Tourismus-Arbeitsmarkt. Die ÖHV versucht es mit einem anderen Zugang: Nicht Hotels oder Verbände erzählen Jugendlichen, wie attraktiv ein Praktikum ist. Die Praktikanten sollen es selbst tun. Beim Videowettbewerb #bestpraktikum veröffentlichten Tourismusschüler kurze Videos aus ihren Sommerpraktika auf Instagram. Die begleitende Kampagne erreichte nach Angaben der ÖHV heuer mehr als 175.000 Personen. Im Vorjahr waren es 137.328.
Deutlicher ist die Veränderung bei jenen, die tatsächlich weiterklickten. Die ÖHV registrierte 4.816 individuelle Link-Klicks nach 2.291 im Jahr 2025, ein Plus von rund 110 Prozent. Den Hauptpreis gewann heuer Marcell Tárnoki mit einem Video über sein Pflichtpraktikum im Restaurant DO&CO Albertina. Für Tárnoki ist es nicht der erste Erfolg bei dem Bewerb: Bereits zwei Jahre zuvor hatte er gewonnen. Weitere ausgezeichnete Videos entstanden unter anderem im Hotel Panorama Obertauern, im Aqua Dome in Längenfeld, im Allegria Resort Stegersbach und im Brennseehof.
Die Idee hinter der Kampagne: Jugendliche sprechen zu Jugendlichen, und statt Hochglanz-Arbeitgeberwerbung sind kurze Einblicke in den tatsächlichen Arbeitsalltag zu sehen. Die ÖHV führt den Zuwachs bei Reichweite und Klicks entsprechend auf die Authentizität der Beiträge zurück.
