Ein Hotel samt Gastronomie und Badehaus direkt am Pressegger See: Die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See will einen touristischen Standort langfristig entwickeln und sucht dafür einen privaten Partner. Ausgeschrieben wird die Verpachtung von Liegenschaften, auf denen der künftige Betreiber das Projekt umsetzen und bewirtschaften soll. Die Gemeinde spricht von einem touristischen Leuchtturmprojekt. Dahinter steht ein Vorhaben mit erheblicher unternehmerischer Tragweite, denn gesucht wird nicht bloß ein Pächter für einen bestehenden Gastronomiebetrieb. Die Ausschreibung verbindet die Entwicklung des Standorts mit dem späteren Betrieb von Beherbergung, Gastronomie und Badehaus.
Die vorgesehene Pachtdauer beträgt nach aktuellem Stand zwischen 30 und maximal 50 Jahren. Als frühestmöglicher Vertragsbeginn ist der 10. Juli 2027 angegeben. Wann die touristischen Einrichtungen tatsächlich in Betrieb gehen könnten, lässt sich aus der öffentlichen Bekanntmachung noch nicht ableiten. Das Vergabeverfahren ist zweistufig angelegt und sieht grundsätzlich Verhandlungen vor. Die Gemeinde behält sich allerdings vor, bereits auf Grundlage der bewerteten Erstangebote eine Entscheidung zu treffen.
Wie die Angebote beurteilt werden, ist in der Ausschreibung festgelegt. Der angebotene Pachtzins macht 40 Prozent der Bewertung aus, die Qualität des Konzepts 30 Prozent. Die vorgeschlagene Laufzeit des Pachtverhältnisses und die Dauer der Betriebspflicht werden mit jeweils 15 Prozent berücksichtigt. Damit zählt neben dem wirtschaftlichen Angebot auch die Frage, welches touristische Konzept ein Bewerber für den Standort mitbringt und wie langfristig er sich zur Bewirtschaftung verpflichtet.
Bewerbung bis 22. Dezember
Die Stadtgemeinde hat die Frist für Teilnahmeanträge bis Dienstag, 22. Dezember 2026, 12 Uhr, verlängert. Fragen zum Verfahren können bis 1. Dezember, ebenfalls 12 Uhr, eingebracht werden. Die Bewerbung muss elektronisch über das Vergabeportal erfolgen. Interessenten benötigen für eine fundierte Entscheidung die vollständigen Unterlagen der ersten Verfahrensstufe. Dort sind insbesondere die genaue Abgrenzung der Liegenschaften, die baulichen Rahmenbedingungen und die Anforderungen an das Projekt zu prüfen.
