Die Wachau soll noch mehr Gäste bekommen, die bleiben und über die klassische Hauptsaison hinaus. Diesen Anspruch verbinden die künftigen Betreiber des Hotels Schloss Mautern mit einem Bauvorhaben am südlichen Donauufer gegenüber von Krems. Mit dem Spatenstich hat die Wiener Mamma Group rund um Eigentümer Herbert Pinzolits das Projekt nun auf den Weg gebracht. Auf dem insgesamt 2,5 Hektar großen Areal entstehen das Hotel und ein Wohnquartier mit 108 Wohnungen. Das angekündigte Investitionsvolumen von 72 Millionen Euro umfasst beide Projekte.
Im Schloss selbst sind 51 Zimmer und Suiten vorgesehen, weitere 75 kommen in einem angrenzenden Neubau unter. Für die Architektur zeichnet Hohensinn Architekten aus Graz verantwortlich, das Interior Design übernimmt das Studio Matteo Thun Milano. Die historische Substanz soll dabei den Charakter des Hauses bestimmen, ohne zur musealen Kulisse zu werden. „Wir möchten den Charakter des Schlosses bewahren, ihn aber nicht museal inszenieren“, sagt Karola Gröger vom Studio Matteo Thun.
Gastronomie, Wellness und Veranstaltungen
Das Angebot ist auf mehrere Reiseanlässe ausgerichtet: Geplant sind zwei Restaurants samt Fine-Dining-Angebot, eine Donauterrasse sowie eine Genusswelt mit Weinen und Spezialitäten aus der Wachau. Dazu kommt eine eigene Spa- und Wellness-Villa. Die Römerhalle soll Konzerte, Konferenzen und Hochzeiten mit bis zu 250 Gästen aufnehmen. Verantwortlich für den Betrieb ist die Hotel Schloss Mautern Betriebe GmbH mit den Geschäftsführern Benedikt Komarek und Theodor Kubak. Komarek ist auch Miteigentümer der Wiener Schani Hotels. Laut Projektankündigung soll der Hotelbetrieb 113 neue Vollzeitstellen schaffen.

Komarek will mit dem Haus auch Locals, also Publikum aus der Umgebung erreichen: „Wichtig ist uns, dass Schloss Mautern nicht nur für internationale Reisende attraktiv wird, sondern auch für die Menschen aus der Region ein lebendiger Treffpunkt ist.“ Gastronomie und Veranstaltungen sind damit wesentliche Bestandteile des Konzepts. Kubak setzt auf Wein, Kulinarik und Kultur, um zusätzliche Aufenthalte in der Wachau auszulösen. „Unser Ziel ist es, dieses Potenzial noch stärker international sichtbar zu machen und zusätzliche Reiseanlässe zu schaffen“, sagt der Co-Geschäftsführer. Von längeren Aufenthalten sollen nach Vorstellung der Betreiber auch Winzer, Gastronomiebetriebe und Kulturveranstalter in der Umgebung profitieren.
Neben dem Hotel entsteht der Donaupark Mautern mit 108 Wohnungen in vier Bauteilen. Vorgesehen sind unter anderem 39 Mikrowohnungen sowie eine autofreie Parkanlage auf bisher asphaltierten Flächen. Eine Tiefgarage mit 220 Stellplätzen soll sowohl Bewohnern als auch der Öffentlichkeit Parkmöglichkeiten bieten.
Für die Wärme- und Kälteversorgung sind Wärmepumpen unter Nutzung von Erdsonden und Grundwasser vorgesehen, ergänzt durch Photovoltaik. Eine ÖGNI/DGNB-Zertifizierung in Gold für das Gesamtprojekt ist laut Aussendung in Vorbereitung. Der Wohnpark soll im Frühjahr 2028 fertiggestellt werden, das Hotel ein Jahr später im März 2029 eröffnen.
