Mit dabei waren Estelle Grassler (l., Market Manager Deutschland, Frankreich und Österreich, Swiss Travel System), Flurina Manser (2.v.l., Markets & Media Manager bei „Bern Welcome“ in Fribourg), Dieter Dubkowitsch (hinten, Räthische Bahn) sowie Elisabeth Sommer-Weinhofer (2.v.r., Project Managerin Media Austria vom Schweiz Tourismus).
Schweizer Herbst …
Der Beginn gehörte dem Schweizer Herbst (Zeit von September bis November), der am stärkst wachsenden Saison in den Schweizer Bergen. Im Herbst vorigen Jahres wurden etwa 3,4 Millionen Logiernächte in den eidgenössischen Bergen verzeichnet, um 10 % mehr als vor der Pandemie und um 27 % mehr als vor zehn Jahren.
Diese Zahlen nannte Urs Weber vorweg, um in Anschluss daran ausgewählte Destinationen und Themen vorstellen. Zunächst die Region Fribourg (rund 60 km nordöstlich des Genfersees), das in den Herbstmonaten ein Plus von 42 % seit 2019 verbuchte und damit an der Spitze aller eidgenössischen Tourismusdestinationen lag. Zu den Highlights zählen die Schweizer Käsemeisterschaften „Swiss Cheese Awards“, die vom 6. bis 11. Oktober 2026 über die Bühne gehen, oder der größte „Alpabzug“ der Westschweiz (Kühe kommen dabei von der Alp zurück ins Tal), der Ende September stattfindet.
In der Ostschweiz warten die spektakulären „Alpabfahrten“ (Viehabtriebe) im Appenzell, die bis in den Oktober hineinreichen. Highlight dort ist aber der Säntis, ein 2.502 Meter hoher Ausflugsberg, wo derzeit eine komplett neue Schwebebahn errichtet wird und die im Spätherbst in Betrieb geht.
In Graubünden wiederum wird im Süden des Kantons, in Bergell, die neue Heidi-TV-Serie gedreht und voraussichtlich passend zum 200. Geburtstag der Schriftstellerin Johanna Spyri (sie ist die Autorin der weltberühmten Heidi-Romane) ab Ostern 2027 ausgestrahlt.
… und die Adventzeit
Im ebenfalls in Graubünden gelegenen Chur, die ältesten Stadt der Schweiz mit über 5.000 Jahren Siedlungsgeschichte, steht der große Weihnachtsmarkt am ersten Adventwochenende mit rund 160 Marktständen offen. Bis 23. Dezember lädt dann der „Christkindlimarkt“ zu einem vorweihnachtlichen Treffpunkt.
„Chur im Advent ist unbedingt zu empfehlen“, meinte Urs Weber. Highlights sind das Eislaufen mitten in der Stadt, Fondue in der „Alphütta“ (ein saisonales Alpchalet-Restaurant, das mitten in der Stadt rustikale Berghütten-Atmosphäre vermittelt), Abendführungen mit dem Nachtwächter bei Laternenlicht und ein „Adventsfenster-Rundgang“ durch die geschmückte Altstadt.
Der Schweizer Winter …
Zum Abschluss seiner Präsentation lieferte Urs Weber einen kurzen Blick auf den Winter. Auch der wächst. 8,28 Mio. Logiernächte in Berggebieten 2025/2026 bedeuteten ein Plus von 17 % gegenüber vor zehn Jahren. Laut Urs Web sind dabei Zermatt, Davos, St. Moritz, Arosa und Grindelwald die stärksten Destinationen.
Zu den Winter-Highlights abseits der Pisten gehörten sicher das „VirtuAllalin“ (im Gletscher von Saas-Fee wird eine immersive Virtual-Reality-Erfahrung geboten), die Fahrt mit dem „NostalChic Class“ der Gornergrat Bahn in Zermatt mit Matterhorn und den Gornergletscher oder die „Velogemel-WM“ in Grindelwald am 7. Februar 2027. Beim „Velogemel“ handelt es sich um ein Holzfahrrad auf zwei Kufen.
… und weitere Höhepunkte
Zu den übrigen eidgenössischen Highlights gehört u.a. das diesjährige Jubiläum „10 Jahre Grand Train Tour of Switzerland“, das erste wasserstoffbetriebenes Passagierschiff der Schweiz, die MS „Saphir“, die ab Frühjahr 2027 auf dem Vierwaldstättersee zum Einsatz kommt, oder der „Swiss Travel Pass“.
Zum Abschluss gab es noch einen Hinweis auf die 25 täglichen Bahn-Verbindungen aus Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz und Bregenz. Neben dem Railjet und dem Nightjet (er verbindet Wien, Linz, Graz und Klagenfurt mit der Schweiz) sorgt dabei auch der „Transalpin“ für eine tägliche Direktverbindung (Graz–Zürich via Innsbruck).
