Sein Name war in der Tourismusforschung über Jahrzehnte hinweg ein Begriff. Im Zentrum seiner Arbeit standen die Analyse und Prognose der Tourismusnachfrage, der Zusammenhang zwischen Tourismus und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung sowie Fragen der Wettbewerbsfähigkeit und der wirtschaftlichen Wirkung des Tourismus. Seine Forschungsarbeiten gelten in der Fachwelt als grundlegende Beiträge zur Weiterentwicklung der Disziplin.

Seine wissenschaftliche Laufbahn begann 1974 am Wifo, wo er über Jahrzehnte hinweg als Tourismusökonom forschte. Über die akademische Tätigkeit hinaus war Smeral ein gefragter Berater: Tourismusunternehmen, internationale Organisationen und öffentliche Institutionen griffen wiederholt auf seine wissenschaftliche Expertise zurück, insbesondere bei Fragen der Prognosemodellierung und der wirtschaftspolitischen Einordnung von Tourismusentwicklungen.

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Wechsel in die Lehre

Mit Erreichen des Pensionsalters übergab Smeral 2015 seine Agenden am Institut an seinen Nachfolger Oliver Fritz und übernahm im März desselben Jahres eine Professur für Tourismusökonomie an der Modul University Vienna, wo er zuletzt tätig war. Bereits zuvor hatte er Gastprofessuren an der Wirtschaftsuniversität Wien und der Universität Innsbruck sowie Forschungsaufenthalte an Universitäten in Kalifornien, Colorado und Wales wahrgenommen.

Würdigung durch Weggefährten

Karl Wöber, Rektor der Modul University Vienna, würdigt Smeral als hochgeschätzten Kollegen: „Egon Smeral war ein ausgewiesener Experte auf seinem Gebiet und ein hochgeschätzter Kollege.“ Besonders hervorgehoben wurden dabei seine Bereitschaft, Wissen und Erfahrung mit anderen zu teilen, sowie sein feiner Humor. Für zahlreiche junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sei er ein wichtiger Mentor und Wegbegleiter gewesen, so Wöber, der Smerals Tod als großen Verlust bezeichnete.