Sandro Larese, Director Sales & Marketing bei Lindner Hotel am Belvedere Wien, schwört auf Outsourcing: „Aufgrund der angespannten Mitarbeiter-Situation und leider manchmal hohen Fluktuation wird das Thema Outsourcing für viele Bereiche interessant. Outsourcing hat den Vorteil, die Herausforderungen an einen Partner weiterzugeben.“ 
Es gehe aber auch um die Kosten: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sparen Betriebe sämtliche Kosten für Maschinen, Anschaffung, Nachbeschaffung und Instandhaltung der Textilien. Und: Das Service ist variabel, Kosten entstehen nur, wenn Gäste im Haus sind. Der Haken liege allerdings in der Betriebsgröße. „Für kleine Hotels wird es nicht sinnvoll sein, Mietwäsche zu nutzen“, so Sandro Larese. Gibt es einen Richtwert? „Ich denke, bei einer Größe von 80 bis 300 Zimmern ist Outsourcing fast immer rentabler.“ Bedenken muss man auch unvorhersehbare Ausfälle. „Kosten bei Mietwäsche sind leichter zu kalkulieren, da das Risiko von Krankheitsfällen, Kündigungen und kaputten Textilien nicht zu kalkulieren ist.“

Vorteile Inhouse

Ganz anders sieht das René Föger, der das Hotel Stern am Mieminger Plateau in Tirol leitet. „Wir behalten unsere Kernelemente lieber im Haus. Dazu zählt saubere, gut riechende Wäsche. Außerdem haben wir die nachhaltigen Aspekte bezüglich Wasser, Energie, Chemie, Hygiene, Material und Pflege besser im Auge.“ Auf Miettextilien umzustellen war nie ein Thema, da sein Betrieb einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit hat. „Mietwäsche-Firmen machen eine professionelle Arbeit und haben die Hygiene im Griff. Aber ich denke auch, dass unnötig Chemie oder Desinfektion eingesetzt wird.“ Deshalb hat Föger kürzlich den Reinigungsmittel-Lieferanten gewechselt. „Wir haben das Waschen und die komplette Reinigung perfekt auf die Anforderungen durch Corona angepasst. Gleichzeitig haben wir darauf geachtet, dass nicht übertrieben Chemie eingesetzt wird, zum Schutz der Umwelt und unser aller Lebensbedingungen.“

Werbung
BrauBeviale 2026: Spannende Getränke, neue Gäste und smarter Ausschank
Jedes zwölfte in Europa konsumierte Bier ist inzwischen alkoholfrei. Seit 2020 ist der Absatz um mehr als 38 Prozent gestiegen. Allein 2025 legte das Segment um 5,9 Prozent zu. Für die Gastronomie eröffnet die Beliebtheit alkoholfreier Getränke die Möglichkeit, das Sortiment zu erweitern und neue Konsumanlässe zu schaffen. Welche Produkte dafür infrage kommen und welche Technik den Ausschank erleichtert, zeigt die BrauBeviale vom 10. bis 12. November 2026 in Nürnberg.

Beides hygienisch

Unterschiede im Reinheitsniveau lassen sich bei beiden Varianten kaum ausmachen. Betriebe, die auf Inhousewäsche setzen, arbeiten meist mit professionellen Geräten, die dank ausgeklügelter Hygiene- und Desinfektionsprogramme ein hohes Hygiene-Niveau erreichen. Betriebe, die eine Umstellung von Inhouse auf Miettextilien erwägen, sollten auf das Timing achten, so Larese, „um nicht unerwartet ohne Wäsche dazustehen. Wäsche und die Handtücher zählen zu den wichtigsten Dingen im Hotel.“ Im Lindner Hotel am Belvedere Wien wechselte man kürzlich den Anbieter. „Leider haben einige Wäschereien aufgrund der Kostensituation in Österreich ihre Betriebe im Ausland. Aufgrund von langen Anfahrtszeiten kam es zu Verzögerungen.“ Dass in Zeiten von Corona die Hygiene-Konzepte strenger sein müssen, sieht Larese nicht als Schwierigkeit an. „Wäschestandards müssen ohnehin hoch sein!“