Max Eidlhuber galt als prägende Persönlichkeit der österreichischen Hotellerie. Wegbegleiter beschrieben ihn als Gastgeber mit großer persönlicher Wärme, Handschlagqualität und engem Kontakt zu Kollegen und Mitgliedsbetrieben. Nun ist der langjährige Präsident und spätere Ehrenpräsident der Schlosshotels & Herrenhäuser im Alter von 78 Jahren in Salzburg verstorben.

Aufgewachsen im traditionsreichen „Donaurestaurant“ in Ottensheim, wurde ihm die Gastronomie früh zur Lebenswelt. Später schrieb er selbst österreichische Wirtshaus- und Hotelgeschichte: mit dem Restaurant am Franziskanerplatz in Wien ebenso wie mit Schloss Puchenau bei Linz. Schon früh dachte Eidlhuber über den einzelnen Betrieb hinaus. Als Mitinitiator der ERFA-Gruppe Oberösterreich war er 1973 an jener Entwicklung beteiligt, aus der später die Hogast entstand.

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Gastgeber mit persönlicher Präsenz

Sein Weg führte ihn auch ins Ausland. Nach Jahren in den Vereinigten Staaten kehrte er Ende der 1980er-Jahre auf Initiative des späteren ÖHV-Präsidenten Helmut Peter nach Österreich zurück und übernahm das „Weiße Rössl“ am Wolfgangsee. Dort fand er nicht nur eine neue berufliche Heimat, sondern auch jene Region, mit der sein Name fortan eng verbunden blieb. Besonders das Landhaus zu Appesbach, das er zwei Jahrzehnte leitete, wurde zu einem Synonym für seine Art, Gastgeber zu sein: verbindlich, aufmerksam und von großer persönlicher Präsenz geprägt.

Mit den Schlosshotels & Herrenhäusern war Max Eidlhuber über Jahrzehnte nahezu untrennbar verbunden. Ab 1997 im Vorstand tätig, führte er die Kooperation von 2003 bis 2018 als Präsident. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Vereinigung zu einem internationalen Netzwerk mit Mitgliedsbetrieben in mehreren europäischen Ländern. Vor allem aber gelang es ihm, aus einer Marke eine Gemeinschaft zu formen. Viele Mitglieder verband mit ihm weit mehr als eine geschäftliche Beziehung.

Auch auf europäischer Ebene war Eidlhuber ein wichtiger Botschafter österreichischer Hotellerie. Bei den Historic Hotels of Europe sowie später bei den Heritage Hotels of Europe galt er als Brückenbauer mit Handschlagqualität und internationalem Blick.

Mit Max Eidlhuber verliert die Branche einen Hotelier alter Schule im besten Sinn: weltoffen, elegant, leidenschaftlich und stets dem Gast verpflichtet.