Mehr als 100 Schüler*innen sowie Studierende des Kollegs für Tourismus absolvierten im Rahmen eines Prüfungsessens ihre praktische Abschlussprüfung am wko campus wien. Während die Schülerinnen und Schüler zur Vorprüfung der Reife- und Diplomprüfung antraten, stellten sich die Studierenden des Kollegs ihrer praktischen Klausurprüfung.
Vor den Augen der Gäste waren sowohl in der Küche als auch im Service umfangreiche Kompetenzen gefragt. Neben der Zubereitung der Speisen mussten die Teilnehmenden auch Aufgaben wie professionellen Getränkeservice, fachgerechtes Präsentieren und Servieren sowie verschiedene gastronomische Arbeitstechniken beherrschen.
Praxisprüfung unter realen Bedingungen
Das Prüfungsessen umfasste ein mehrgängiges Menü mit Quinoa-Sprossensalat mit Thunfisch und Sesam, Geflügel-Consommé mit Gemüsestreifen und Estragon, gebratenem Saiblingsfilet mit Erbsen-Fregola und getrockneten Tomaten sowie Mohnschmarrn mit Ribisel-Kompott und Sorbet. Die Gerichte mussten unter Prüfungsbedingungen vorbereitet, gekocht, angerichtet und zeitgerecht serviert werden.
Je nach Prüfungsaufgabe waren darüber hinaus Tätigkeiten wie Flambieren, Tranchieren, Filetieren, Cocktailzubereitung oder Kaffeezubereitung Bestandteil der praktischen Bewertung. „Unsere Schüler*innen und Studierenden zeigen bei diesen Prüfungen, dass touristische Ausbildung weit mehr ist als Kochen und Servieren. Es geht um Fachwissen, Präzision, Teamfähigkeit, Auftreten und die Fähigkeit, auch unter Zeitdruck professionell zu bleiben“, sagt Werner Schnabl, Leiter der Tourismusschulen MODUL der Wirtschaftskammer Wien in Wien.
Moderner Campus für praxisnahe Ausbildung
Austragungsort der Prüfungen war der wko campus wien in der Michaelerstraße in Wien-Währing. Die Tourismusschulen MODUL nutzen dort eine praxisnahe Infrastruktur mit zeitgemäßer technischer Ausstattung, um theoretische Ausbildungsinhalte unmittelbar in die Praxis zu übertragen.
Das MODUL wurde 1908 gegründet und zählt nach eigenen Angaben zu den traditionsreichsten Ausbildungsstätten für Tourismus im deutschsprachigen Raum. Rund 500 Schüler*innen und Studierende werden derzeit in der fünfjährigen Höheren Lehranstalt für Tourismus sowie im zweijährigen Kolleg für Tourismus ausgebildet.
Breite Ausbildung für den Tourismus
Neben Küche und Service umfasst die Ausbildung auch Inhalte aus Hotellerie, Destinationsmanagement, Reisemanagement und Eventmanagement. Kooperationen mit Partnerbetrieben der Tourismus- und Hospitality-Branche sollen zusätzliche Praxiseinblicke ermöglichen.
Angesichts des anhaltenden Fachkräftebedarfs im Tourismus kommt der Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte besondere Bedeutung zu. Die praktischen Prüfungen sollen dazu beitragen, die Teilnehmenden auf die Anforderungen des Berufsalltags vorzubereiten und ihnen Erfahrung im Umgang mit realitätsnahen Arbeitssituationen zu vermitteln.