Heidelbeere und Brombeere bestimmen die Frucht, Sauerkirsche setzt einen frischen Kontrast. Saftig aufgebaut, mit integrierter Säure und feinen, gut eingebundenen Tanninen. Ein Stil mit klarer Linie. Sehr passend zu Pasta mit Tomate, gebratener Aubergine und Majoran. „Wir sind „Nachhaltig Austria“ zertifiziert und nehmen das sehr ernst. Im Weingarten arbeiten wir nach den Richtlinien des „Integrierten Weinbaus“, wobei wir unsere Weingärten schon seit jeher in der Fahrgasse begrünt halten und in den letzten Jahren auch gezielt Blühpflanzen anbauen“, so Roman Pfaffl. Preiselbeere und Kirsche bestimmen die Frucht, Rauch bringt Tiefe. Mit reifem Tannin und integrierter Säure angelegt, die Länge zeigt sich stabil. Ein Stil mit klarer Kontur und ruhiger Entwicklung. Empfohlen zu geschmortem Paprika mit Linsen und Thymian, so die ÖGZ-Jury. Das Weingut Keringer liegt im nördlichen Burgenland in Mönchhof, der ältesten Weinbaugemeinde Österreichs. Seit 2004 wird der Betrieb von Robert und Marietta Keringer geführt. Die beiden haben sich darauf verschrieben, bei der Vinifizierung Weine zu kreieren, die leicht zu trinken sind und die jedermann versteht. Brombeere bestimmt die Frucht, Mandel und Marzipan ergänzen die Aromatik. Saftig und weich aufgebaut mit ruhigem Verlauf. Die Frucht bleibt rund und stabil. Ein Stil mit Balance und gleichmäßigem Fluss. Harmoniert mit Ofengemüse, Rosmarin, Olivenöl und geröstetem Knoblauch. „Zum siebenten Mal in Folge haben unsere Weine beim Mundus Vini Grand International Wine Award so überzeugt, dass wir auch 2026 wieder mit dem Titel „Bester Produzent Österreich“ ausgezeichnet wurden. Diesmal hat unsere Sortenvielfalt besonders gut abgeschnitten“, so der Winzer. er Glasverkauf ist einer der sensibelsten Bereiche der Getränkekarte – wirtschaftlich wie kommunikativ. Entscheidungen fallen hier schnell, oft ohne Rückfrage. Genau darin liegt die Stärke vom Zweigelt. Kaum eine Rotweinsorte verbindet Zugänglichkeit, stilistische Bandbreite und kalkulatorische Sicherheit so selbstverständlich. Trotzdem wird sie im offenen Ausschank häufig zu defensiv eingesetzt – als sichere, aber wenig profilierte Option. Zweigelt funktioniert im Glas vor allem deshalb so gut, weil er keine Hürde darstellt. Der Name ist vertraut, die Erwartungshaltung klar. Die Bandbreite ist sehr breit gefächert. Für den Service bedeutet das: weniger Erklärungsbedarf, schnellere Entscheidungen am Tisch und eine hohe Vertrautheit. Gerade im Glasverkauf, wo Tempo und ZUGÄNGLICHKEIT, DIE UMSATZ MACHT Im Alltag zeigt sich schnell, was funktioniert – und was stehen bleibt. Zweigelt gehört zu den Weinen, die sich ohne große Einführung bewegen. Die Kombination aus klarer Frucht, feinkörnigem Tannin und oft moderater Alkoholstruktur macht ihn anschlussfähig. Gäste bestellen ihn erneut, weil er nachvollziehbar bleibt. Für Betriebe mit hoher Frequenz ist genau das entscheidend: Weine, die nicht erklärt werden müssen, sondern unmittelbar funktionieren. SERVICE MACHT DEN UNTERSCHIED Entscheidend ist, wie Zweigelt angeboten wird. Als „Standardlösung“ bleibt er austauschbar. Als bewusst gesetzter Stil kann er hingegen Profil schaffen. Im Service funktioniert er dann am besten, wenn er situativ eingesetzt wird – etwa als frischer Rotwein zum Einstieg oder als strukturierter Begleiter im weiteren Verlauf. Es geht weniger darum, die Sorte zu erklären, als sie passend zu platzieren. Zweigelt im Glasverkauf ist kein Kompromiss, sondern ein Werkzeug. Richtig eingesetzt, verbindet er sensorische Klarheit mit wirtschaftlicher Effizienz – und genau diese Kombination macht ihn zu einem der verlässlichsten Bausteine auf der Weinkarte. ■ Warum Österreichs wichtigste Rebsorte in Rot oft mehr kann, als ihr zugetraut wird. Text: Manuela Prieth