Angesichts des Nahost-Krieges befindet sich der Tourismus in Lateinamerika auf der Gewinnerstraße. Das bestätigte u.a. der Obmann des Fachverbandes der Reisebüros in der Wirtschaftskammer, Gregor Kadanka. Die Region wird als geografisch entfernte und stabile Fernreisedestination wahrgenommen und spricht viele Reisende an, die etwas Neues entdecken möchten. Vor allem die großen Vorteile durch seine Landschaften spielen hier eine Rolle, wie die Anden und Patagonien, das Amazonasgebiet, die Galápagos-Inseln, Wüsten und Vulkane sowie die tropischen Küsten.

Südamerika zählte 2025 etwa 39,2 Mio. internationale Touristen, nach Mexiko kamen im selben Jahr rund 47,8 Mio. Gäste. Nach Lateinamerika reisten insgesamt ca. 90–110 Mio. Besucher:innen, je nach Definition, ob Mexiko und Karibik vollständig einbezogen werden. Der Grund: als Lateinamerika wird jene Großregion bezeichnet, in der überwiegend aus dem Lateinischen entstandene Sprachen gesprochen werden. Die gesamte Region umspannt somit Länder wie Argentinien, Brasilien und Chile, aber auch Costa Rica und Panama, die Dom.Rep. und Puerto Rico oder Mexiko und Kuba.

Exklusives Adults-only-Resort mit Karibik-Flair

Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit Lateinamerikas ist die Ruinenstadt der Inka, Machu Picchu, in den Bergen von Peru. An Bolivien schätzen Reisende vor allem die Vielfalt der Natur und Buenos Aires in Argentinien gilt als eine der beliebtesten Urlaubsstädte Lateinamerikas.

Gregor Kadanka zufolge ist Brasilien für die Kombination aus Städten und Strand besonders gefragt, Argentinien und Chile für Naturabenteuer. Peru wiederum eignet sich für kulturelle Rundreisen, Costa Rica steht für Nachhaltigkeit und Naturerlebnisse. Kadanka: „Reisende wünschen sich von ihrem Aufenthalt in Lateinamerika erlebnisorientierte Reisen, oft als Rundreise oder in Kombination mehrerer Länder.“

Lateinamerika gilt in Bezug auf den Tourismus als eine der wachstumsstärksten weltweit. Der Trend geht dabei weg vom Massentourismus hin zu Natur, Kultur, Nachhaltigkeit und individuellen Reiseerlebnissen. Länder, die ihre Natur- und Kulturschätze schützen und gleichzeitig ihre Infrastruktur verbessern, werden voraussichtlich am stärksten profitieren.