Diesmal ging es um die Oceania Nautica und den „Grand Dining Room“. Also um das dritte Schiff, das zur Oceania-Flotte stieß und die – ebenso wie alle Schiffe der „Regatta“-Klasse – maximal 670 Gäste fasst. Den „Grand Dining Room“, das Hauptrestaurant, gibt es wiederum auf allen Oceania-Schiffen. Doch war da nicht etwas mit der Oceania Nautica? Also im Herbst 2027? Inke McMinn, Sales Support Executive bei Oceania Cruises, stand für T.A.I. Rede und Antwort.
Beginnen wir im Juni vor zwei Jahren, als die Oceania Nautica letztmals renoviert wurde. Damals erhielt sie im Zuge ihres Werftaufenthaltes – neben technischen Arbeiten – die neue, hellere Farbgebung, die sämtliche der derzeit acht Oceania-Schiffe auszeichnen. „Wir haben uns bewusst vom englischen Landhausstil entfernt“, erzählt Inke McMinn. Erhalten blieb lediglich die Bibliothek.
Im Herbst kommenden Jahres ist ein neuerlicher Werftaufenthalt geplant. Dann wird die Oceania Nautica zur Oceania Aurelia (nur noch 476 Gäste, also um knappe 30 % weniger). Ab 29. November 2027 unternimmt sie ihre erste Reise von Rom nach Triest (toll für den Osten Österreichs), dann bleibt die Oceania Aurelia im Mittelmeer, um schließlich ab 28. Jänner 2028 zu ihrer ersten Weltreise zu starten. Sie wird als kleinstes Schiff der Oceania-Flotte (nur 238 Kabinen) deutlich mehr Raum pro Gast und einen sehr hohen Suiten-Anteil (75 %, aktuell sind es auf der Oceania Nautica 18 %) bieten. Das Unternehmen positioniert die Oceania Aurelia bewusst als Schiff für längere Luxusreisen, weshalb fast alle Gäste eine Veranda oder eine Suite mit Balkon erhalten.
Bis es soweit ist, bleibt die Oceania Nautica wie sie ist, mit klassischer Atmosphäre, mehreren Restaurants (dem „Grand Dining Room“ sowie den Spezialitätenrestaurants „Toscana“ und „Polo Grill“) sowie dem „Terrace Cafe“, – eines der besten Buffet-Restaurants auf hoher See, mit großer Außenterrasse am Heck des Schiffes –, dem „Waves Grill“, dem Poolbereich und dem „Aquamar Spa“.
Doch nun zum Hauptrestaurant, dem „Grand Dining Room“. Er zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass es keine offiziellen Tischzeiten gibt: „Es sind keine Reservierungen notwendig, weder zum Frühstück, noch zum Lunch und auch nicht zum Dinner“, so Inke McMinn. Die 330 Sitzplätze des „Grand Dining Room“ auf der Oceania Nautica bringen nahezu die Hälfte aller Gäste unter und mehr als 50 % sind Zweiertische.
Die Gäste werden mehrmals am Tag extrem verwöhnt. Das fängt beim Frühstück (07:30 – 09:30) an: Eierspeise, Spiegeleier, Eier in jeder Zubereitungsart, bis hin zum Omelett mit Schinken und/oder Käse, ja sogar „Spanische Omeletts“ werden gemacht, mit Paprika, Kartoffeln und Zwiebeln. Lunch-Time ist zwischen 12:00 und 13:30, das Dinner wird von 18:30 bis 21:30 serviert.
Wodurch zeichnet sich der „Grand Dining Room“ denn gegenüber Spezialitätenrestaurants aus, wollte T.A.I. erfahren. Inke McMinn: „Die Menüs und die Karte werden im ‚Grand Dining Room‘ täglich geändert, erst nach 2 bis 3 Wochen kann es zu Wiederholungen kommen.“ In den Spezialitätenrestaurants gibt es hingegen feste Wahlmenüs. Und war Inke McMinn selbst bereits im „Grand Dining Room“ auf der Oceania Nautica? „Ja klar“, antwortet sie, „auf Schiffsbesichtigungen für Agents bieten wir hier einen viergängigen Lunch.“ Sie schwärmt vom „Beef Wellington“ oder von der „Lobster Bisque“, eine pürierte Suppe aus Hummer-, Schalen- und Krustentieren, die aus der französischen Küche stammt, außergewöhnlich cremig schmeckt und – das ist im Falle von Oceania Cruises fast das Wichtigste – nach Ozean duftet.
Weitere Informationen
Telefon 01/713 22 70
www.seereisen-center.at
office@seereisen-center.at
www.oceaniacruises.com
Cremiger New England Clam Chowder

Nejra Kevelj vom Seereisen Center stellt ihr Lieblingsrezept zum Nachkochen vor
Zutaten:
- 3+ kg Muscheln
- ca. 1 l Wasser
- 110 g Speck, in Streifen geschnitten (ca.1,5 cm breit)
- 2 EL Butter
- 2 Thymianzweige
- 1 Lorbeerblatt
- 1 gehackte Zwiebel
- 1 gehackte Selleriestange
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 2 EL Mehl
- 680 g festkochende Kartoffeln (wie für Salat), geschält und in Stücke (ca. 2 cm) schneiden
- 450 ml Schlagobers
- 2 EL trockener Sherry
- Schnittlauch
Zubereitung:
In einem großen Kochtopf über mittlerer Hitze das Wasser mit den Muscheln zum Köcheln bringen. Abdecken und für ca. 10 Min dämpfen bis sich die Muscheln geöffnet haben. Mit einem Schaumlöffel die Muscheln auf ein Brett oder Backblech geben und das Fleisch aus den offenen Muscheln entfernen. Dabei Muscheln aussortieren, die sich nicht geöffnet haben. Grob zerkleinern und zur Seite stellen. Die Brühe durch ein Sieb und Musselintuch in eine große Schüssel gießen. Sollte dies keine ca. 1.5 l ergeben, Wasser hinzugeben. Ebenfalls zur Seite stellen. Den Kochtopf säubern und wieder auf mittlere Hitze stellen. Den Speck hinzugeben und anbraten bis das Fett ausgelassen und der Speck knusprig ist (ca. 8 – 10 Min). Auf ein Stück Küchenpapier zum Abtropfen legen. Die Hitze auf mittel-hoch erhöhen und Butter, Thymian, Lorbeer, Zwiebel und Sellerie in den Topf geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gelegentlich umrühren bis das Gemüse gar ist (ca. 8 – 10 Min). Das Mehl einrühren und für 2 Minuten auskochen lassen. Die Brühe langsam dazu geben und mit den Kartoffeln zum Kochen bringen. Die Hitze wieder auf mittel runterdrehen und kochen bis die Kartoffeln gar sind (ca. 20 Min).
Muschelfleisch und Rahm hinzugeben; ca. 5 Min köcheln lassen, damit beides durchgewärmt ist. Thymian und Lorbeer entfernen. Den Sherry einrühren und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Speck und Schnittlauch garnieren. Guten Appetit!