TUI Österreich Geschäftsführer Gottfried Math stellte dabei u.a. eine im September durchgeführte Winter-Studie vor. Mit dabei war der aus Berlin angereiste Aage Dünhaupt, seines Zeichens Director Communications für die DACH-Region sowie Polen und die Airlines, Hotels und Kreuzfahrten der TUI. Die Moderation erfolgte wie gewohnt durch Patrizia Weinberger, die Corporate Communications Managerin für Österreich.
„Der Sommer war ausgezeichnet … was das Wetter betrifft“, begann Gottfried Math seine Ausführungen. Die Sommersaison läuft bekanntlich bis Ende Oktober, wobei die Buchungen überaus kurzfristig sind. „Die Neubuchungen der letzten Wochen lagen sogar über dem Vorjahres-Wert“, so Gottfried Math, demzufolge der gesamte Sommer noch um 2 % vom Umsatz her hinter dem Vorjahr zurückliegt. Aage Dünhaupt: „Bei einem Turbo-Boost könnten wir sogar das Vorjahr erreichen.“ Denn die Aufholjagd ist beeindruckend: Vor drei Monaten lag die TUI im Sommer noch um 7 % hinter den Vorjahres-Werten zurück.
Die Gründe für die extrem kurzfristigen Buchungen – neben der sommerlichen Hitze – sind vor allem in der geopolitischen Situation zu suchen, denn laut Gottfried Math lag die TUI bis Ende Februar (damals ging der Iran-Krieg los) „bei den Buchungen top im Plus.“ Spitzendestinationen im Sommer waren Griechenland („bei TUI in Österreich die absolute Spitze, ein Drittel aller TUI-Gäste will dorthin“) vor Spanien. In der Ferne liegen die USA, Thailand und die Malediven in Front. Kräftige Zuwächse verzeichnen Kanada und Mauritius. Und unter den 15 bestgebuchten TUI-Hotels befinden sich acht Magic Life Clubs.
Hohe Ausgabenbereitschaft
Laut der eingangs erwähnten Winter-Umfrage (sie wurde zwischen 10. und 15. September, also nach Schulbeginn vom Markt- und Meinungsforschungsunternehmen YouGov mit 1.001 Teilnehmer:innen durchgeführt) haben bereits 45 % der Österreicher:innen ihren Winterurlaub gebucht oder planen eine oder mehrere Reisen, 23 % sind noch unentschlossen. „Durch Maßnahmen, wie die TUI-Spots in TV und Radio, wollen wir die Leute für den Winterurlaub gewinnen“, so Gottfried Math. An erster Stelle stehen dabei Städte & Kultur (43 %), gefolgt von Sonne & Strand (36 %). Mit 9 % steht Ski-Urlaub bei TUI ebenfalls hoch im Kurs.
Interessant, dass für mehr als 35 % Familien & Partner wichtige Entscheidungs-Kriterien sind, für 32 % steht „gutes Essen“ im Vordergrund und für 25 % ist dies „Stress abbauen“. Erst danach kommt der Preis (20 %).

Die Ausgabenbereitschaft ist hoch, wie auch die aktuellen Buchungszahlen der TUI Österreich beweisen. So liegt der durchschnittliche Reisepreis bei 2.243 Euro pro Passagier, in der Ferne sind es sogar 2.970 Euro, auf der Mittelstrecke 1.490 Euro. Im Schnitt beträgt die gebuchten Aufenthaltsdauer 8 Nächte.
Diese Werte korrespondieren mit der Umfrage. Größtenteils sind es mindestens 1.500 Euro Budget pro Person, welche die Befragten ausgeben wollen, 35 % wollen sogar zumindest 2.000 Euro pro Person ausgeben, 12 % mehr als 3.000 Euro. Math: „Das Budget ist sicherlich vorhanden. Nur ein kleiner Teil kalkuliert mit weniger als 700 Euro pro Passagier.“
„Urlaube bleiben leistbar“
Wobei sich die kurzfristigen Sommer-Buchungen auch auf die Buchungs-Dynamik für den Winter auswirken: „Wir haben in den letzten Wochen deutlich an Fahrt zugelegt“, wie Gottfried Math betonte. Noch liegt die TUI kumuliert um 4 % hinter den Vorjahreswerten zurück, „aber wir holen das Woche für Woche auf.“ Laut Aage Dünhaupt ist die gesamte Konzern-Prognose „im Minus“, wobei das Ziel ist, „die Vorjahres-Werte zu erreichen.“ Er kam auch auf die Kerosin-Thematik (diese betrifft vor allem die Abflüge ex München) zu sprechen: „Wir sind relativ gut gehedged.“ In den kommenden Monaten gibt es sicherlich „höhere Preise als jetzt. Wer jetzt bucht, hat also den Preis-Sicherungseffekt drinnen.“
Für Math steht aber fest: „Familien-Urlaube bleiben leistbar.“ So kostet bei der TUI etwa ein Ägypten-Aufenthalt im Dezember für eine dreiköpfige Familie nicht mehr als 1.556 Euro. „Keiner muss für den Winterurlaub mehr ausgeben“, ergänzte Dünhaupt.
Wobei die durchschnittliche Preiserhöhung schon enorm ist: Im Durchschnitt liegt sie bei +12 %, bei den Fernreisen sind es +16 % und auf der Mittelstrecke +7 %. Aage Dünhaupt: „Das heißt nicht, dass das linear ist. Es war z.B. noch nie so günstig, die Malediven zu buchen. Die haben den gegenteiligen Effekt.“ Wie bereits Gottfried Math betont hat: Urlaube bleiben leistbar!
