Der neue Studienzweig Hotel Management umfasst sechs Semester und 180 ECTS-Punkte und verbindet wissenschaftliche Ausbildung von Beginn an mit betrieblicher Praxis. Die Studierenden wechseln im rund zwölfwöchigen Rhythmus zwischen Hochschule und Partnerbetrieb, wobei die blockweise Organisation die Saisonalität der Hotellerie berücksichtigt: Praxisphasen finden auch in den zentralen Winter- und Sommermonaten statt. Über insgesamt sechs Praxisphasen bauen die Studierenden nach Angaben der Hochschule schrittweise mehr Verantwortung auf, von der operativen Einarbeitung in zentrale Hotelbereiche bis zu administrativen Aufgaben und eigenen Projekten. Auch die Bachelorarbeit kann an eine konkrete betriebliche Fragestellung anknüpfen.
Stefan Nungesser, Programmleiter Hotel Management an der CU Hochschule Kärnten, betont, das Modell sei keine bloße Ergänzung eines bestehenden Studiums um Praktika, sondern von Beginn an auf die Realität der Branche zugeschnitten. Die Praxis beginne im ersten Semester und sei in zusammenhängenden, an den Saisonzeiten orientierten Blöcken organisiert. Begleitet werden die Praxisphasen durch Mentorinnen und Mentoren in den Betrieben, Zielvereinbarungen sowie Feedbackgespräche.
Netzwerk aus Partnerbetrieben
Zum Start kooperiert die Hochschule mit 20 Hotelbetrieben aus Kärnten, Salzburg, der Steiermark und Tirol, das Spektrum reicht von familiengeführten Häusern bis zu internationalen Markenbetrieben. Kathrin Stainer-Hämmerle, künftige Rektorin der CU Hochschule Kärnten, sprach von einer gleichwertigen Rolle beider Lernorte, an denen wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die Praxis einfließen und betriebliche Erfahrungen zurück in Lehre, Projekte und Forschung wirken sollen.
Beim Kick-off am Campus Villach gab Florian Aubke von der FH Wien der WKW in einer Keynote Einblicke in internationale Erfahrungen mit dualen Studienmodellen im Tourismus. Anschließend diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Hotellerie, Hochschule und Arbeitsmarkt über Chancen und Anforderungen des Modells.
