Am 19. und 20. Mai treffen sich in Bozen jene, die in der Hotellerie und Gastronomie nicht auf bessere Zeiten warten, sondern aktiv an deren Gestaltung arbeiten. „Lead the Shift“ lautet das Motto der dritten Beam-Ausgabe und das beschreibt dann auch den Anspruch der Veranstaltung präziser als jedes Konferenzprogramm es könnte.

Denn die Druckpunkte sind bekannt: Kostensteigerungen, struktureller Fachkräftemangel, veränderte Gästeerwartungen. Was fehlt, sind keine weiteren Diagnosen, sondern Antworten. Und genau daran arbeitet Beam.

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Vom Seminarraum zum Experimentierfeld

Das Herzstück des Programms sind die sogenannten Beam Labs: fünf Workshop-Formate, in denen konkrete Fragen im Mittelpunkt stehen: Wie entwickelt sich ein Hotelbetrieb vom reinen Beherbergungsanbieter zum Community-Hub? Welche Rolle übernimmt Foodservice künftig als eigenständiger Umsatztreiber? Und wie lassen sich neue Konzepte finanzieren, wenn klassische Bankmodelle an ihre Grenzen stoßen? Gerade der letzte Punkt verdient Aufmerksamkeit. Wenn alternative Finanzierungsformen wie Crowdfunding auf einer Hospitality-Konferenz diskutiert werden, ist das kein Randthema, sondern ein Hinweis auf eine strukturelle Verschiebung: Die Frage, wer künftig in die Branche investiert, bestimmt mit, wie sie sich entwickelt, oder?

Konferenzen enden um 18 Uhr. Das abendliche Netzwerken fängt danach an. © Armin Huber

Internationale Stimmen, konkreter Bezug

Das Keynote-Programm versammelt Perspektiven, die im Branchendiskurs selten nebeneinanderstehen. Vanessa Borkmann vom Fraunhofer-Institut bringt angewandte Zukunftsforschung auf die Bühne. Benjamin Adrion, bekannt durch Viva con Agua und Villa Viva, steht für Geschäftsmodelle, bei denen sozialer Impact und wirtschaftliche Tragfähigkeit kein Widerspruch sind. Nils Persson von Visit Sweden zeigt, wie Destinationsmarketing auf internationalem Niveau funktioniert.

Netzwerk als strategischer Wert

Neben Programm und Workshops liegt ein wesentlicher Teil des Nutzens im direkten Austausch. Acht gezielte Networking-Formate (darunter ein Abend auf Schloss Maretsch) werden sicher für die eine oder den anderen Besucher einen Mehrwert bieten. Wie auch immer: Beam bietet Zugang zu internationalen Best Practices, zu alternativen Finanzierungsmodellen und zu einem internationalen Netzwerk.