Über Ernährung wird heute viel gesprochen: hier Bio, dort Regionalität, da Tierwohl, Preise oder Klimawandel. Das erste Gaumen-Hoch-Symposium am 7. und 8. Oktober in Grafenegg will diese Themen unter einen Hut bringen. Landwirtschaft, Gastronomie, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur diskutieren darüber, was ein Ernährungssystem braucht, damit es auch morgen funktioniert.

Für die Gastronomie ist das keine Zukunftsmusik, sie ist da bereits mitten im Thema: Rohstoffe werden teurer, Verfügbarkeiten unsicherer, Qualitätsansprüche höher. Gleichzeitig sollen Produkte regional, nachhaltig, fair produziert und für den Gast leistbar bleiben. Dass diese Rechnung nicht immer aufgeht, müssen wir Ihnen als ÖGZ-LeserIn nicht genauer erklären.

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Martin Grassberger, Wissenschaftler und inhaltlicher Kurator des Symposiums, bringt einen zentralen Gedanken auf einen knappen Satz: „Gesundheit beginnt im Ackerboden.“ Gemeint ist damit der Zusammenhang zwischen Bodenqualität, Pflanzen, Ernährung und menschlicher Gesundheit. Genau solche Verbindungen sollen in Grafenegg diskutiert werden. Alexandra Seyer-Gmeinbauer, Gründerin von Gaumen Hoch, spricht von einer Komplexität, die daraus entsteht, „dass viele Systeme ineinandergreifen“. Ihr geht es darum, diese Akteure an einen Tisch zu bringen. Reinhold Gmeinbauer formuliert es deutlicher: „Insellösungen und Silodenken werden uns nicht weiterbringen.“

Wer soll das bezahlen?

Wer also bessere Produktionsbedingungen fordert, muss auch darüber reden, wer sie bezahlt. Wer Regionalität will, braucht Produzenten, die wirtschaftlich überleben können. Wer in der Gastronomie hochwertige Lebensmittel einsetzen will, muss sie kalkulieren können. Genau diese Verbindung ist für die Branche entscheidend.

ÖGZ · Ernährungssystem erklärt

Vom Boden bis zum Teller

Ein Gericht beginnt lange vor der Küche. Fünf Stationen zeigen, wo Qualität entsteht, wo Abhängigkeiten liegen – und wo das System unter Druck gerät.
Station 01

Boden

Bodenqualität beeinflusst, was wachsen kann, wie widerstandsfähig Pflanzen sind und welche Nährstoffe sie aufnehmen. Martin Grassberger bringt den Zusammenhang auf einen knappen Satz: „Gesundheit beginnt im Ackerboden.“

Leitfrage: Wie gesund ist das Fundament unseres Lebensmittelsystems?
Ein Teller ist das sichtbare Ende einer ziemlich langen Kette.
Inhaltlich angelehnt an die Themen des Gaumen-Hoch-Symposiums 2026: Bodengesundheit, Klimaresilienz, Lieferketten, regionale Wertschöpfung, Gastronomie und Ernährung.

Auf dem Programm des Symposiums stehen Themen wie Bodengesundheit, Klimaresilienz, Lieferketten, Arbeitsbedingungen und regionale Identität. Mit dabei sind unter anderem Paul Ivić, Heinz Reitbauer, Boris Voelkel, Helmy Abouleish und Alfred Grand. Das Symposium will daraus keinen weiteren Nachhaltigkeitskongress machen, sondern einen Ort, an dem verschiedene Teile des Lebensmittelsystems miteinander reden.

Speaker:innen

GAUMEN HOCH-SYMPOSIUM

7. und 8. Oktober 2026

Grafenegg Reitschule | Rudolf Buchbinder Saal
Alle Infos und Tickets