Österreichs Inflationsrate ist im September laut Schnellschätzung auf 3,6 Prozent gestiegen. Im August waren es 3,2 Prozent. Die Statistik Austria führt den gesamten Anstieg um 0,4 Prozentpunkte auf höhere Treibstoff- und Heizölpreise zurück. Energie verteuerte sich im Jahresvergleich um 14,5 Prozent. Bei Lebensmitteln ist das Bild (noch) deutlich entspannter: Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak lagen im September um ein Prozent über dem Vorjahresniveau. Dienstleistungen verteuerten sich um 4,2 Prozent. Die endgültigen Inflationsdaten folgen am 16. Oktober.

Für die Gastronomie ist die momentane Entwicklung trotzdem unangenehm. Denn der Treibstoff steckt bekanntlich in den Lieferkosten, Heizenergie und Strom schlagen direkt im Betrieb durch. Im Gespräch mit dem Standard sagte Thomas Peschta, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Wien, er rechne wegen Ölpreisen, Energie und witterungsbedingten Problemen bei Agrarprodukten mit weiteren Kostensteigerungen. Auch höhere Kosten der Zulieferer könnten in den Einkaufspreisen landen.

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Seit 1. Oktober ist gleichzeitig der neue Kollektivvertrag in Kraft. Löhne und Gehälter in Gastronomie und Hotellerie steigen im Durchschnitt um drei Prozent, in der niedrigsten Lohn- und Gehaltsgruppe um 3,48 Prozent. Die Lehrlingseinkommen legen durchschnittlich um 3,44 Prozent zu. Peschta geht deshalb davon aus, dass sich auch die gestiegenen Personalkosten in den Speisekarten wiederfinden werden. Er spricht allerdings nicht von einer einheitlichen Preisrunde der gesamten Branche. Wie viel ein einzelner Betrieb weitergeben kann, hängt von Konzept, Standort und Preissensibilität seiner Gäste ab.