Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Österreich stieg im Jahr 2025 auf rund 3,4 Milliarden Euro. Das bedeutet ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum liegt damit deutlich über der Inflationsrate und lässt sich laut AMA-Marketing nicht allein durch höhere Preise erklären, sondern auch durch einen gestiegenen Absatz. Nach mehreren schwächeren Jahren gewinne die Bio-Nachfrage wieder an Dynamik, erklärt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing. Bemerkenswert sei, dass sich das Wachstum nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel zeige, sondern über alle Absatzkanäle hinweg, auch in der Gastronomie sowie im Direktvertrieb und Fachhandel.
Gastronomie mit stärkstem Zuwachs
Rund 80 Prozent des gesamten Bio-Umsatzes entfielen 2025 auf den Lebensmitteleinzelhandel, weitere zwölf Prozent auf Direktvertrieb und Fachhandel. Auf die Gastronomie entfielen acht Prozent des Bio-Umsatzes, ein vergleichsweise kleiner Anteil am Gesamtvolumen, allerdings mit der dynamischsten Entwicklung aller drei Absatzkanäle. Der Bio-Anteil an den gastronomischen Wareneinkäufen stieg den Angaben zufolge über die vergangenen Jahre kontinuierlich und erreichte 2025 einen Wert von 4,5 Prozent. Für Betriebe, die auf regionale und biologische Herkunft setzen, liefert die Entwicklung ein Argument, das Angebot an entsprechend ausgewiesenen Speisen und Getränken auszubauen, zumal die Nachfrageseite laut AMA-Marketing über alle Kanäle hinweg wieder anzieht.

Im Lebensmitteleinzelhandel kletterte der Bio-Anteil bei Lebensmitteln und Getränken nach einem Rückgang im Jahr 2023 wieder auf 11 Prozent und damit auf das hohe Niveau der Jahre 2021 und 2022, als die Nachfrage während der Corona-Pandemie besonders stark war. Auch der Bereich außerhalb des klassischen Lebensmitteleinzelhandels, also Direktvertrieb und Fachhandel, verzeichnete nach einer zwischenzeitlichen Abschwächung im vergangenen Jahr wieder Wachstum. Dort stieg der Bio-Anteil auf 23 Prozent.