Das Salzkammergut soll künftig noch stärker als zusammenhängender Lebens-, Kultur- und Tourismusraum wahrgenommen werden. Dafür haben Oberösterreich Tourismus, SalzburgerLand Tourismus, Ausseerland Tourismus sowie der Tourismusverband Salzkammergut gemeinsam die Initiative „Salzkammergut verbindet“ gestartet. Ziel ist es, die Region über Landesgrenzen hinweg touristisch einheitlich zu positionieren und insbesondere die Nebensaisonen zu stärken.

Die Präsentation der Initiative fand auf einem Schiff am Wolfgangsee statt. Der See gilt als symbolischer Ort für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Oberösterreich und Salzburg. Laut den Projektpartnern entstand die Initiative im Umfeld des Kulturhauptstadt-Projekts Bad Ischl – Salzkammergut und soll die touristische Zusammenarbeit langfristig vertiefen.

Ganzjahrestourismus im Fokus

„Das Salzkammergut wurde vor rund 500 Jahren erstmals urkundlich erwähnt – es ist keineswegs zu früh, diese Region auch touristisch noch stärker gemeinsam zu denken und zu entwickeln“, sagt Markus Achleitner, Wirtschafts- und Tourismuslandesrat in Oberösterreich.

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Angebote für Aktivitäten in der Natur, Kunst und Kultur sowie Genuss und Kulinarik. Die Partner sehen insbesondere im Ganzjahrestourismus Wachstumspotenzial. Wandern und Radfahren sollen Gäste vom Frühjahr bis in den Spätherbst ansprechen, im Winter setzen die Verantwortlichen unter anderem auf Adventmärkte und Sportveranstaltungen.

Im vergangenen Tourismusjahr verzeichnete das Salzkammergut laut den Projektpartnern bundesländerübergreifend rund 5,6 Millionen Nächtigungen. Das entspreche einem Wachstum von 24 Prozent innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Wichtigste Herkunftsmärkte seien Österreich und Deutschland, gefolgt von Tschechien, den Niederlanden und Ungarn.

„Uns ist allen bewusst, dass sich unsere Gäste aus aller Welt nicht um Grenzen kümmern, sondern das Salzkammergut als Ganzes genießen“, sagt Stefan Schnöll, Landeshauptfrau-Stellvertreter und Tourismuslandesrat in Salzburg.

Radfahren als Jahresschwerpunkt

Die Kampagne richtet sich vor allem an Gäste aus Österreich und Deutschland, insbesondere aus urbanen Regionen wie Wien, München oder Nordrhein-Westfalen. Beworben wird das Angebot unter anderem über Megaboards, digitale Screens, Bahnhofs-Kampagnen sowie Online- und Social-Media-Kanäle.

Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Initiative heuer auf das Thema Radfahren. „Wir setzen dabei jedes Jahr einen besonderen Fokus. Heuer ist es das Thema Rad in allen Ausprägungen – von Genussrad über Rennrad und Gravelbike bis Mountainbike“, sagt Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer bei Oberösterreich Tourismus in Linz.

Im Fokus stehen unter anderem Routen wie der Berge-Seen eTrail, die Dachsteinrunde und der Salzkammergut Radweg. Zusätzlich verweist die Kampagne auf Veranstaltungen wie die Salzkammergut Mountainbike Trophy, den King of the Lake am Attersee oder den Mondsee 5Seen Radmarathon.

Kulinarik und Kultur als weitere Säulen

Neben Sport- und Naturangeboten sollen auch Kulinarik und Kultur stärker hervorgehoben werden. Laut den Initiatoren reicht das kulinarische Angebot von regionalen Almprodukten bis zur gehobenen Gastronomie. Als Beispiele genannt werden Restaurants in Strobl, Altaussee, Traunkirchen und St. Gilgen.

Auch kulturell positioniert sich die Region breit: Genannt werden Veranstaltungen wie das Narzissenfest in Bad Aussee, die Kaisertage in Bad Ischl, der Wolfgangseer Advent sowie die Salzburger Festspiele und die Salzkammergut Festwochen in Gmunden.

„Das Salzkammergut vereint Hochkultur und gelebte Tradition auf einzigartige Weise“, sagt Mario Seebacher, Vorsitzender bei Ausseerland Tourismus in Bad Aussee. Darüber hinaus verweisen die Projektpartner auf mehrere UNESCO-Welterbestätten in der Region, darunter die Kulturlandschaft Hallstatt-Salzkammergut sowie die prähistorischen Pfahlbauten am Attersee und Mondsee.